[Sonntagsgedanken] Was (Buch-)Blogger sich gefallen lassen müssen [Auswertung]

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Letzte Woche hatte ich ja den Beitrag mit obigem Titel geschrieben, welchen ihr hier findet. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass solche Beiträge derzeit "boomen", was mir auch schon aufgefallen ist. Ich hatte den Beitrag allerdings schon einige Wochen vorgeplant und mag das nur noch mal sagen :)

Einige haben mir ihre Meinungen dagelassen, auf die ich gerne nochmal etwas genauer eingehen mag. Soweit ich das beurteilen kann, sind wir uns alle einig gewesen, dass Blogger selbst wissen müssen, was ihnen Spaß macht, wieso es ihnen Spaß macht und es niemand etwas angeht, weshalb gebloggt wird. Und das es sicherlich schwarze Schafe gibt, aber diese nicht Überhand nehmen sollten, was wohl auch nicht der Fall ist ^^

Sehr auseinander gehen die Meinungen bei der Verlagsauswahl die -vermutlich- mit der Followeranzahl zusammenhängt. Es gibt die einen, die das völlig legitim finden und die anderen, die das völlig daneben finden (so wie ich, als ich den Post geschrieben hatte).
Ich muss meine Meinung mittlerweile revidieren, da ich mir nochmal Gedanken darüber gemacht habe. Ich kenne Blogs, die gibt es seit zig Jahren, schreiben unfassbar tolle Beiträge und haben aber weniger Follower als -sorry- so ziemlich alle. Teilweise im ganz kleinen, zweistelligen Bereich. Ich war der Meinung, dass auch solche Blogs eine Chance verdient haben, eben wegen der qualitativ hochwertigen Beiträge. Doch zeigt eine niedrige Followeranzahl nach gewissem Zeitraum und trotz guter Beiträge nicht, dass derjenige einfach keine gute Reichweite hat? Zu wenig Social Media etc.? Eigentlich schon, irgendwie. Und da wirds dann wieder haarig, denn den Verlagen geht es um die Werbung. Es bringt nicht wirklich etwas ein Buch zu verschicken, wenn die Rezension nie einer lesen wird... 
Aber: diesen Härtefall konnte ich noch nicht oft beobachten. Gehen wir mal davon aus, Blog X hat 250 Follower und schreibt gute Beiträge und Blog Y hat 270 Follower und schreibt verlängerte Inhaltsangaben. Oft genug wird Y bevorzugt (bei weitem nicht immer!) - und das wäre die Punkt, der mich dann stören würde. Aber eigentlich auch egal, ich fühl mich da nur selten von betroffen.

Besonders interessant fand ich einen Kommentar, bei welchem die Verfasserin reine Rezensionsblogs so empfindet, dass diese nur Freiexemplare abgreifen wollen. Huh! Da musste ich schlucken. Immerhin bestehen 95% meiner Beiträge aus Rezensionen, manche Monate gar nichts anderes. Möchte ich nun nur abgreifen? Ich sage nein. Und ihr? 
Achso, Liebes, nimm es nicht persönlich, ich bin dir nicht sauer und fühle mich auch nicht angegriffen!

Auch zu den Dialogen unter "Freunden" gab es neue Impulse. Es gibt wohl Neider, welche es gar nicht gut finden wenn Blogger Bücher vor Erscheinen lesen dürfen und dann auch noch umsonst. Meinungen? Kennt ihr das? Ist mir zuvor noch nicht untergekommen, toi toi toi :D

Sooo und bevor ich mich hier zu Tode schwadroniere komme ich zum krönenden Abschluss: Mir wurde gesagt, dass ein Beitrag über die positiven Seiten des Bloggens mal eine nette Abwechslung wäre. Mache ich doch glatt! :D Auch da total gerne Vorschläge^^

[Rezension] Lauren Oliver - Requiem (3)

 
http://www.carlsen.de/hardcover/requiem/24035http://www.carlsen.de/hardcover/requiem/24035
 Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen. --- Dritter und letzter Band der spannenden Reihe von Bestseller-Autorin Lauren Oliver ("Wenn du stirbst") --- Kostenloses Extra nur in der Hardcover-Ausgabe: die Kurzgeschichte "Alex"!

Ganz gespannt war ich auf den dritten und abschließenden Band der Delirium-Trilogie „Requiem“. Es beginnt nicht ganz nahtlos, aber recht nah am Ende des Vorgängers. Lena ist deswegen ziemlich in der Zwickmühle, denn Alex ignoriert sie und Julian verlässt sich auf sie, außerdem kann sie ihre Gefühle nicht einordnen. Somit haben wir auch direkt den ersten Kritikpunkt, denn ich finde in diesem Fall die Dreieckskiste völlig unnötig, überzogen und nervig. Es gibt Bücher, da funktioniert das aber hier für mich absolut nicht. Für mich gehören Lena und Alex zusammen, sonst niemand, ob das allerdings am Ende auch so kommt ist die andere Frage, die ihr selbst herausfinden müsstet.

Wie ihr aus meinen anderen Rezensionen wisst liebe ich Lauren Olivers Schreibstil. Er gefällt mir einfach unglaublich, ich vergötte ihn beinahe. Kann man eigentlich einen Schreibstil heiraten? Nein? Schade! Sie weiß, wie sie schreiben muss um die passenden Emotionen hervorzurufen und sorgt bei mir immer für eine sehr ausgeprägte Vorstellung von allem. „Requiem“ hat sie übrigens abwechseln  aus Hanas und Lenas Sicht geschrieben, welche beide nicht unterschiedlicheres erleben und denken könnten. Vor allem Hanas Sicht fand ich seeehr spannend, denn sie ist nun  geheilt und denkt ja somit ganz anders als Lena und vertritt andere Meinungen. Zudem erlebt sie thematisch relevante Dinge, die Lena wiederum nicht wissen kann. Einiges dieser Informationen wären für Lena aber sehr wichtig zu wissen, so dass ich mich als Leser überlegen fühlte und manchmal aber auch hilflos, wenn ich sie gerne gewarnt hätte.

Thematisch habe ich den Eindruck, dass Lauren Oliver versucht hat, wieder besonders die jugendlichen anzusprechen. Das stört mich absolut nicht und sollte in einem Jugendbuch ja auch so sein.

Leider, leider ist das Ende für mich ein Graus. Es ist soooo offen, das mag ich überhaupt nicht. Natürlich hätte ich die nötige Fantasie, um mir den Rest zu denken – aber dann bräuchte ich ja auch keine Bücher lesen, wenn ich das möchte. Das ist sehr schade, aber man kann  es ja nicht ändern. Man kann nur hoffen, dass Lauren Oliver irgendwann wieder das Delirium-Fieber packt und sie einen weiteren Teil schreibt, was aber nicht besonders wahrscheinlich ist. Abgesehen davon ist das Ende das Kernstück der ganzen Trilogie, das, worauf die ganze Zeit hingearbeitet wurde – und dann, kein Witz, wurde alles innerhalb sehr weniger Seiten abgehandelt und bäääm Ende! Gemein sowas! :(
 

♥ Auslosung! ♥

Die Auslosung dauerte leider ein wenig länger, da ich letzte Woche spontan gar nicht Zuhause war! :D

Es haben 82 Menschen mitgemacht, was ich schon eine wahnsinnige Zahl finde. Davon 65 direkt als Kommentar und weitere 17 per Mail (warum eigentlich?). Das Auslosen hat also ein wenig mehr Zeit in Anspruch genommen :D

Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, gewonnen hat *taaadaaa*:


Marie!

Ich schreibe dir gleich noch eine Mail! Herzlichen Glückwunsch *neid*  :)

Und dann habe ich noch die versprochenen Goodies, wobei ich bei fast allen gar nicht weiß, ob sie da mitmachen wollten. Ich habe einfach mal alle Teilnehmer genommen und hoffe! Wenn nicht, rückt eben jemand anderes nach :)

Je ein kleines Goodiepaket geht an:


Zeljka Ilic
SkylineOfBooks
wayland liest
und Natascha K

Auch euch schreibe ich gleich noch an :)

Alle, die kein Glück hatten: Auf FB verlose ich gerade "Der Übergang" von Justin Cronin. Vielleicht auch ganz interessant? :)

[Sonntagsgedanken] Was (Buch-)Blogger sich gefallen lassen müssen

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Heute richte ich mich in erster an die Blogger unter uns, oder all jene die es werden wollen, oder alle anderen interessierten ;-)
A: "Ich blogge über Bücher"
B: "Bücher? Was gibt es denn da zu schreiben?"
A: "Rezensionen zum Beispiel. Einfach das, worauf man Lust hat"
B: "Aha. Und was hat man bitte davon, Rezensionen zu schreiben? Kriegste Geld dafür?"
A: "Neee, Geld nicht. Man bekommt Bücher zugeschickt, aber darum geht es nicht. Uns macht das einfach Spaß"
B: "Du machst das doch nur um kostenlose Bücher zu kriegen, komm schon, gibs zu, mir kannst du doch vertrauen!"
aka: "Die bloggt eh nur wegen kostenloser Bücher!"

Kommt dir das bekannt vor? Mir schon, irgendwie. Viele bringen kein Verständnis dafür auf, dass man etwas tut, was anderen helfen könnte aber dafür kein Geld kassiert oder sonstige egoistische Gedanken hegt.  Ich habe natürlich immer mal wieder die diversen Bloggerforen und Gruppen durchgeschaut und bin immer wieder auf dieses Phänoment gestoßen. Es scheint viele zu geben, die sich mit solchen Vorurteilen rumplagen müssen. Schade eigentlich.

"Ich schicke dir mein Buch kostenlos zu und du schreibst mir eine 5-Sterne Bewertung. Immerhin darfst du mein Buch lesen, das kostet sonst 14,99€!"

Gekaufte Bewertungen... uhhh, ein haariges Thema. Gott sei Dank - ich persönlich hatte dieses Vergnügen noch nicht, bisher hatte ich nur tolle Autorenkontakte. Ich hoffe das bleibt so. Dennoch scheint dies Alltag für viele in der Blogosphäre sein. Dabei geht es um so viel mehr als nur diese eine 5 Sterne Rezi, es geht um Respektlosigkeit und Arroganz. Ausserdem geht es dabei um unseren Ruf! Wenn sich sowas mehr rumspricht, haben wir ein echtes Problem, unsere Glaubwürdigkeit wird dadurch immens gefährdet. Und nicht mal nur unsere, sondern auch die der Autoren. Keine Ahnung, was man sich davon erhofft - irgendwann kommts eh ans Licht. Ich will mir sowas nicht gefallen lassen - auch in Zukunft nicht. 

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns jeden Tag eine große Anzahl an Anfragen wegen Rezensionsexemplaren erreicht. Da wir nicht alle positiv beantworten können, müssen wir eine Auswahl treffen. Ich möchte Sie bitten, sich wieder zu melden wenn ihr Blog 3 Milliarden Follower hat. Danke!"
Die reine Reduktion auf unsere Followeranzahl. "Wow, die hat 700 GFC Follower, die ist bestimmt voll die tolle Bloggerin!" - nicht unbedingt. Ich kann verstehen, dass Verlage eine Auswahl treffen müssen, ich kann auch verstehen, wenn Blogger erst nach einigen Monaten bestehen Rezensionsexemplare erhalten, und ebenso verständlich fände ich es, wenn auf die Qualität der Rezensionen geschaut werden würde und dort Verlage unterschiedliche Ansprüche hätten. Erfahrungsgemäß geht es nicht darum, wobei es Verlage gibt die auch auf den Zeitpunkt der Blogeröffnung schielen, sondern es geht um pure Zahlen - oftmals wirklich nur die Followerzahlen, die nicht wirklich was aussagen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Gewinnspiele das ordentlich puschen können. Das sagt dann nur leider wenig darüber aus, ob ein Blog Google-Optimiert ist, wieviele Besucher er erhält oder wie Zuverlässig der Blogger ist, nur um Beispiele zu nennen, die greifbarer wären. Es gibt aber auch eine Menge Verlage, die das super händeln!

 "Buchblogger sind soooo lächerlich. Tun so, als wenn sie rezensieren könnten, dabei quatschen die nur n bisschen über ihre Meinung - in die Zeitung kommen die mit so einem Scheiß nicht und Rechtschreibfehler machen die auch noch!"

Ich weiß, ich neige zur Übertreibung. Aber ich habe oft schon von traurigen Blogger/innen gelesen, denen ähnliches an den Kopf geworfen wurde. Ich denke, dass ich für uns alle sprechen kann wenn ich behaupte, dass wir gar nicht den Anspruch erheben in die Zeitung zu kommen oder perfekt zu sein. Ich schätze, die wenigsten von uns sind fehlerfrei und haben Germanistik studiert. Ich schätze aber ebenso, dass den meisten von uns das egal ist, solange die Fehler nicht zu enorm werden. Warum also solche Anfeindungen?


Mich interessiert wie immer eure Meinung - gerne auch in einem Blogbeitrag oder als Kommentar. Kommt euch was bekannt vor oder habe ich für euch völligen Schwachsinn behauptet? Seid ihr vielleicht anderer Meinung? Raus damit, ich bin gespannt! :)






[Rezension] C.J. Daugherty - Night School: Denn Wahrheit musst du suchen (3)

http://www.nightschool.de/buecher/denn-wahrheit-musst-du-suchen/http://www.amazon.de/Night-School-Wahrheit-musst-suchen/dp/3789133299/ref=pd_bxgy_14_text_y

Je mehr du weißt, desto größer das Rätsel ...

Der dritte Band der großartigen Thrillerserie und Liebesgeschichte um Allie und das Geheimnis der Night School:Nacht für Nacht quälen Allie Albträume, seitdem ihre Freundin Jo ermordet wurde. Sie weiß, dass jeder, der ihr nahesteht, das nächste Opfer werden kann. Deshalb wehrt sie Sylvains Annäherungsversuche ab und verbirgt ihren Schmerz darüber, dass Carter sich von ihr abwendet. Allies Befürchtungen bestätigen sich, als ihre Großmutter das Geheimnis um die Night School enthüllt. Ihr wird klar, dass es nur eine Lösung gibt, wenn sie überleben und ihre Freunde schützen will: Sie muss der Wahrheit auf den Grund gehen und die gefährlichen Machtkämpfe beenden.  


„Denn Wahrheit musst du suchen“ ist der dritte Band der Night-School Reihe. Die vorherigen Bände müssen unbedingt erst gelesen werden, falls noch nicht geschehen. Ich nehme hier keine Rücksicht auf Spoiler, die vorher waren.


Wir befinden uns etwas zeitversetzt zum vorherigen Band auf Cimmeria wieder. Nach den schlimmen Vorfällen, allen voran Jos Tod, ist Allie wirklich fertig. Und was hat sie das letzte Mal gemacht, als die so fertig war, nach dem verschwinden ihres Bruders? Richtig, rebelliert. In dieses altbekannte Muster verfällt sie nun auch, denn sie versucht zu fliehen. Wie es dann weiter geht, mag ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.


Diese Rebellion war die ganze Zeit spürbar, sie wirkte patzig, aufgewühlt, neben der Spur und verbreitet oft nur Chaos. Ihre positive Entwicklung macht sie damit zunichte, auch wenn es bei weitem nicht so schlimm zu sein scheint wie vor Cimmeria. Das ist schade, denn ich habe es sehr geschätzt, dass sie erwachsen wird, heranreift und lernt eigene Entscheidungen richtig und gut zu treffen. Wäre ja auch zu schön gewesen… Vor allem ihr ständiger Egoismus, indem sie alleine versucht den Dingen auf den Grund zu gehen und somit sich und andere in Gefahr zu bringen fand ich so richtig nervig. Und dann bemitleidet sie sich auch noch selbst…


Unsere altbekannte Dreiecksbeziehung geht weiter, denn Allie mag ja nicht erwachsen werden und sich entscheiden. Ich finde, dass man jetzt im dritten Band doch endlich mal den Sieger küren könnte, so dass nicht ständig alle von ihrer Liebelei abgelenkt sind oder sich beeinflussen lassen. Aber das wäre ja nun mal wieder zu erwachsen gewesen. 


Die Rebellion, die eigentlich fast noch besser unter pubertäre Nerverei zu betiteln wäre, wirkt auch mich, als wenn C.J. Daugherty einfach nichts Besseres einfiel. Denn so gut es die ganze Zeit weiter, es geht um nichts anderes. Wir suchen immer noch den Verräter, den Spion aus der Mitte, aber ansonsten passiert nicht viel Erwähnenswertes. Ich sag’s nicht gern, aber den Band hätte man sich eigentlich sparen können, denn wenn man nach dem zweiten direkt den vierten Band lesen würde, würde man so gut wie nichts verpassen. Ich find, das darf nicht sein und bin echt enttäuscht.


Zum Glück ist nicht alles so negativ wie Allies Entwicklung. Auch wenn nicht viel passiert ist die Spannung ziemlich konstant mittelhoch, ich rechnete zig Mal damit, dass sie nun den Spion haben. Überlegte fieberhaft, wer es alles sein könnte und was für Hinweise gegeben wurden. Das macht natürlich auch Spaß und das war es für mich auch wert, über Allies nerverei hinwegzusehen. Sylvain, Carter & Co sind weiterhin gut ausgebaute, interessante und mehr oder weniger tolle Charaktere, deren Ausbau mir sehr gefällt. 


Ebenso habe ich mich riesig darüber gefreut, überhaupt wieder etwas von Allie und Cimmeria zu lesen, das  könnte noch so schlecht sein, es würde mir irgendwie trotzdem gefallen, einfach weil ich die Reihe an sich sehr gern mag. Das ist so ein bisschen wie mit den Harry Potter Fans – wenn J.K. Rowling nun eine extrem miese Kurzgeschichte rund um Harry veröffentlichen würden wären trotzdem alle heiß darauf sie zu lesen, einfach der Nostalgie wegen. Es war also zumindest nicht ganz mies...




[Rezension] C.J. Daugherty - Night School: der den Zweifel sät (2)

http://www.nightschool.de/buecher/derdenzweifelsaet/http://www.amazon.de/Night-School-den-Zweifel-s%C3%A4t/dp/3789133280/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1431645349&sr=8-1&keywords=night+schoolhttps://www.facebook.com/atNightschool
 Allie in größter Gefahr: Liebe, Rätsel und Spannung pur. Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düsteren Straßen Londons kehrt Allie zurück ins Internat. Hier warten neue Herausforderungen, denn von nun an ist sie vollwertiges Mitglied der geheimnisvollen „Night School“. Doch ihre Gefühle für Carter und Sylvain spielen immer noch verrückt. Da erhält sie eines Nachts eine Nachricht von ihrem verschollen geglaubten Bruder. Und ihr wird zur Gewissheit, dass die „Night School“ ein sehr dunkles Geheimnis hütet.
„Der den Zweifel sät“ ist der zweite Night School Band und knüpft nahtlos an den ersten an. Daher ist es unbedingt ratsam, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen!


Es beginnt direkt Actionreich – mit einer Verfolgungsjagd quer durch London. Später in Cimmeria steht dann fest, dass Allie in die Geheimnisse der Night School näher eingeführt werden muss, um sich und ihre engsten Freunde schützen zu können. Wir als Leser erhalten aber dennoch nur recht wenig Informationen, ist ja klar, man mag bei 5 Bänden ja nicht das ganze Pulver direkt am Anfang verschießen. Dies, gepaart mit einigen, ausgeklüngelten Vorfällen, sorgt für eine recht hohe und konstante Spannung. Mich reizte es sehr, denn ich wollte unbedingt mehr über die Night School erfahren, über die Hintergründe, den Sinn, den Aufgaben. Man erfährt nur das nötigste. 


Unsere Dreiecksgeschichte bleibt weiter bestehen. Auch wenn Allie vergeben ist, versucht der andere trotzdem an sie heran zu kommen. Nichts Besonderes, das hat man so schon oft gelesen. Mir gefällt es zwar trotzdem, aber eigentlich ist es völlig unnötig. An sich merkt man aber, dass die Jugendlichen Probleme abnehmen und den schlimmeren Problemen weichen.


Der Titel ist wieder sehr passend gewählt, denn auch hier weiß man mal wieder nicht, wem man eigentlich trauen soll. Es gibt einen Spion, den es zu enthüllen gilt, es tauchen Menschen auf und versuchen Allie mit –im ersten Moment- logisch klingenden Argumenten auf die andere Seite zu ziehen. Irgendwann wusste ich selbst nicht, welche Seite wirklich die Gute sein soll. Jede hat ihr Für und Aber, und beide können hervorragend argumentieren und auch lügen.


Man merkt, dass Allie sich weiterentwickelt. Vor allem die Night School verhilft ihr zu einem erwachseneren Verhalten und logischerem Denken. Dennoch wird sie immer noch oft von ihren Gefühlen fehlgeleitet, was menschlich und somit auch realistisch ist. Mir hätte es gar nicht gefallen, wenn es anders gewesen wäre, denn sie ist ein junger Mensch, mit Ecken und Kanten.
Mich hat „Der den Zweifel sät“ absolut nicht enttäuscht, ich musste mir sogar sehr schnell den nächsten Teil besorgen, ich will ja schließlich wissen, wie es weiter geht. Für Fans vom ersten Band ein absolutes Muss!


[Rezension] Ted Staunton - Who i am not. Von Lügen und anderen Wahrheiten

http://www.amazon.de/WHO-NOT-L%C3%BCgen-anderen-Wahrheiten/dp/3401600451/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1433194659&sr=8-1&keywords=who+i+am+nothttp://www.arena-verlag.de/artikel/who-i-am-not-von-luegen-und-anderen-wahrheiten-978-3-401-60045-1
 "Er weiß nicht, wie er wirklich heißt. Er hatte schon viele Namen. Doch keiner davon war sein eigener. Aufgewachsen ohne Identität hat er ein Talent: Er kann in jede Rolle schlüpfen. Seit Neustem gibt er sich für den vermissten Danny Dellomondo aus. Eine Identität wie für ihn gemacht. Als er die Familie des Jungen kennenlernt, scheint zunächst alles perfekt. Fast zu perfekt.

Ist sein Spiel wirklich so echt? Oder hat auch die Familie etwas zu verbergen? Und wo steckt eigentlich der wahre Danny? Als klar wird, wer hier wen täuscht, ist es fast schon zu spät."
 "Who I am not. Von Lügen und anderen Wahrheiten" hat mich vor allem durch den Klappentext und dem realen Vorbild neugierig gemacht. Denn einen solchen Betrüger wie unseren Protagonisten soll es tatsächlich gegeben haben, natürlich nicht alles so wie im Buch, aber von den Grundzügen her.

Es geht um einen 15-Jährigen Jungen, denn ich an dieser Stelle einfach mal Danny nenne. Er selbst kennt seinen wahren Namen nicht, denn er wurde als kleines Kind von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gegeben, eine schlimmer als die andere und hatte deshalb auch schon zig Namen bekommen. Irgendwann gerät er an Hartley, welcher ihn zum ersten Mal in seinem Leben ganz gut behandelt. Leider zieht dieser ihn in illegale Machenschaften hinein. Als die beiden mal wieder eine Masche abziehen wollten, stirbt Hartley und "Danny" kommt zum Jugendamt. Damit dieser die "böse Zeit" von damals nicht wieder erleben muss, gibt dieser sich als den seit mehreren Jahren vermissen Danny aus. Dannys Familie tut so als merke sie nicht, dass er nicht echt ist, doch die Frage ist, ob sie nicht ihr eigenes dunkles Geheimnis haben...

Ted Staunton schreibt sehr kühl, distanziert und sachlich. Er verwendet nur sehr wenige Metaphern und Schmückt nicht aus, außerdem verliert er sich nicht in unendlichen Beschreibungen der Umgebungen oder ähnliches. Das passt zwar ganz gut in die Geschichte, aber sorgte auch dafür, dass ich mit Danny nicht warm wurde. Es war so, als wenn ich einen Film gucke, ich fand es interessant aber wenn einer stirbt wäre es mir auch egal. Lediglich Rückblicke aus "Dannys" böser Zeit und wenig aus der Zeit mit Hartley helfen, dass man ihn nicht total unsympathisch findet und ein gewisses Maß an Verständnis entwickeln kann. Trotz alledem ist "Danny" sehr skrupellos, was nicht unbedingt zu seinem Vorteil ist, aber gut zur Rolle passt.

Die anderen Charaktere bleiben leider sehr blass. Sie wirkten auf mich platt und gefühllos, auch wenn ich mir sicher bin, dass das so nicht sein soll. Nur ein gewisser Cop hat mir noch ganz gut gefallen. 

Spannung ist auf jedenfall geboten, wenn auch kurzweilig. Man will schließlich wissen, wie Dannys Familie so -Sorry!- dumm sein kann und es nicht merkt. Und wenn sie es merken, warum sie es ignorieren. Und wie "Danny" aus der Sache wieder raus kommen soll. 

Das Ende spaltet mich entzwei, auf der einen Seite passt es wie arsch auf eimer, und dennoch finde ich es zu glatt. Ich hätte mir mehr Steine im Weg gewünscht, gerne auch mit mehr Seiten verbunden.

Meckern muss ich auch über die Preisgestaltung. 12,99 für ein Taschenbuch mit gerade einmal 232 Seiten finde ich einfach zu viel, mir wäre es eher 10€ Wert. 

Ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches mich trotz negativer Punkte Fesseln konnte. Ein Buch, welches für eine jüngere Zielgruppe als mich sicherer geeigneter wäre und auch Jungs gefallen könnte!