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[Sonntagsgedanken] Was (Buch-)Blogger sich gefallen lassen müssen [Auswertung]

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Letzte Woche hatte ich ja den Beitrag mit obigem Titel geschrieben, welchen ihr hier findet. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass solche Beiträge derzeit "boomen", was mir auch schon aufgefallen ist. Ich hatte den Beitrag allerdings schon einige Wochen vorgeplant und mag das nur noch mal sagen :)

Einige haben mir ihre Meinungen dagelassen, auf die ich gerne nochmal etwas genauer eingehen mag. Soweit ich das beurteilen kann, sind wir uns alle einig gewesen, dass Blogger selbst wissen müssen, was ihnen Spaß macht, wieso es ihnen Spaß macht und es niemand etwas angeht, weshalb gebloggt wird. Und das es sicherlich schwarze Schafe gibt, aber diese nicht Überhand nehmen sollten, was wohl auch nicht der Fall ist ^^

Sehr auseinander gehen die Meinungen bei der Verlagsauswahl die -vermutlich- mit der Followeranzahl zusammenhängt. Es gibt die einen, die das völlig legitim finden und die anderen, die das völlig daneben finden (so wie ich, als ich den Post geschrieben hatte).
Ich muss meine Meinung mittlerweile revidieren, da ich mir nochmal Gedanken darüber gemacht habe. Ich kenne Blogs, die gibt es seit zig Jahren, schreiben unfassbar tolle Beiträge und haben aber weniger Follower als -sorry- so ziemlich alle. Teilweise im ganz kleinen, zweistelligen Bereich. Ich war der Meinung, dass auch solche Blogs eine Chance verdient haben, eben wegen der qualitativ hochwertigen Beiträge. Doch zeigt eine niedrige Followeranzahl nach gewissem Zeitraum und trotz guter Beiträge nicht, dass derjenige einfach keine gute Reichweite hat? Zu wenig Social Media etc.? Eigentlich schon, irgendwie. Und da wirds dann wieder haarig, denn den Verlagen geht es um die Werbung. Es bringt nicht wirklich etwas ein Buch zu verschicken, wenn die Rezension nie einer lesen wird... 
Aber: diesen Härtefall konnte ich noch nicht oft beobachten. Gehen wir mal davon aus, Blog X hat 250 Follower und schreibt gute Beiträge und Blog Y hat 270 Follower und schreibt verlängerte Inhaltsangaben. Oft genug wird Y bevorzugt (bei weitem nicht immer!) - und das wäre die Punkt, der mich dann stören würde. Aber eigentlich auch egal, ich fühl mich da nur selten von betroffen.

Besonders interessant fand ich einen Kommentar, bei welchem die Verfasserin reine Rezensionsblogs so empfindet, dass diese nur Freiexemplare abgreifen wollen. Huh! Da musste ich schlucken. Immerhin bestehen 95% meiner Beiträge aus Rezensionen, manche Monate gar nichts anderes. Möchte ich nun nur abgreifen? Ich sage nein. Und ihr? 
Achso, Liebes, nimm es nicht persönlich, ich bin dir nicht sauer und fühle mich auch nicht angegriffen!

Auch zu den Dialogen unter "Freunden" gab es neue Impulse. Es gibt wohl Neider, welche es gar nicht gut finden wenn Blogger Bücher vor Erscheinen lesen dürfen und dann auch noch umsonst. Meinungen? Kennt ihr das? Ist mir zuvor noch nicht untergekommen, toi toi toi :D

Sooo und bevor ich mich hier zu Tode schwadroniere komme ich zum krönenden Abschluss: Mir wurde gesagt, dass ein Beitrag über die positiven Seiten des Bloggens mal eine nette Abwechslung wäre. Mache ich doch glatt! :D Auch da total gerne Vorschläge^^

[Sonntagsgedanken] Was (Buch-)Blogger sich gefallen lassen müssen

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Heute richte ich mich in erster an die Blogger unter uns, oder all jene die es werden wollen, oder alle anderen interessierten ;-)
A: "Ich blogge über Bücher"
B: "Bücher? Was gibt es denn da zu schreiben?"
A: "Rezensionen zum Beispiel. Einfach das, worauf man Lust hat"
B: "Aha. Und was hat man bitte davon, Rezensionen zu schreiben? Kriegste Geld dafür?"
A: "Neee, Geld nicht. Man bekommt Bücher zugeschickt, aber darum geht es nicht. Uns macht das einfach Spaß"
B: "Du machst das doch nur um kostenlose Bücher zu kriegen, komm schon, gibs zu, mir kannst du doch vertrauen!"
aka: "Die bloggt eh nur wegen kostenloser Bücher!"

Kommt dir das bekannt vor? Mir schon, irgendwie. Viele bringen kein Verständnis dafür auf, dass man etwas tut, was anderen helfen könnte aber dafür kein Geld kassiert oder sonstige egoistische Gedanken hegt.  Ich habe natürlich immer mal wieder die diversen Bloggerforen und Gruppen durchgeschaut und bin immer wieder auf dieses Phänoment gestoßen. Es scheint viele zu geben, die sich mit solchen Vorurteilen rumplagen müssen. Schade eigentlich.

"Ich schicke dir mein Buch kostenlos zu und du schreibst mir eine 5-Sterne Bewertung. Immerhin darfst du mein Buch lesen, das kostet sonst 14,99€!"

Gekaufte Bewertungen... uhhh, ein haariges Thema. Gott sei Dank - ich persönlich hatte dieses Vergnügen noch nicht, bisher hatte ich nur tolle Autorenkontakte. Ich hoffe das bleibt so. Dennoch scheint dies Alltag für viele in der Blogosphäre sein. Dabei geht es um so viel mehr als nur diese eine 5 Sterne Rezi, es geht um Respektlosigkeit und Arroganz. Ausserdem geht es dabei um unseren Ruf! Wenn sich sowas mehr rumspricht, haben wir ein echtes Problem, unsere Glaubwürdigkeit wird dadurch immens gefährdet. Und nicht mal nur unsere, sondern auch die der Autoren. Keine Ahnung, was man sich davon erhofft - irgendwann kommts eh ans Licht. Ich will mir sowas nicht gefallen lassen - auch in Zukunft nicht. 

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns jeden Tag eine große Anzahl an Anfragen wegen Rezensionsexemplaren erreicht. Da wir nicht alle positiv beantworten können, müssen wir eine Auswahl treffen. Ich möchte Sie bitten, sich wieder zu melden wenn ihr Blog 3 Milliarden Follower hat. Danke!"
Die reine Reduktion auf unsere Followeranzahl. "Wow, die hat 700 GFC Follower, die ist bestimmt voll die tolle Bloggerin!" - nicht unbedingt. Ich kann verstehen, dass Verlage eine Auswahl treffen müssen, ich kann auch verstehen, wenn Blogger erst nach einigen Monaten bestehen Rezensionsexemplare erhalten, und ebenso verständlich fände ich es, wenn auf die Qualität der Rezensionen geschaut werden würde und dort Verlage unterschiedliche Ansprüche hätten. Erfahrungsgemäß geht es nicht darum, wobei es Verlage gibt die auch auf den Zeitpunkt der Blogeröffnung schielen, sondern es geht um pure Zahlen - oftmals wirklich nur die Followerzahlen, die nicht wirklich was aussagen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Gewinnspiele das ordentlich puschen können. Das sagt dann nur leider wenig darüber aus, ob ein Blog Google-Optimiert ist, wieviele Besucher er erhält oder wie Zuverlässig der Blogger ist, nur um Beispiele zu nennen, die greifbarer wären. Es gibt aber auch eine Menge Verlage, die das super händeln!

 "Buchblogger sind soooo lächerlich. Tun so, als wenn sie rezensieren könnten, dabei quatschen die nur n bisschen über ihre Meinung - in die Zeitung kommen die mit so einem Scheiß nicht und Rechtschreibfehler machen die auch noch!"

Ich weiß, ich neige zur Übertreibung. Aber ich habe oft schon von traurigen Blogger/innen gelesen, denen ähnliches an den Kopf geworfen wurde. Ich denke, dass ich für uns alle sprechen kann wenn ich behaupte, dass wir gar nicht den Anspruch erheben in die Zeitung zu kommen oder perfekt zu sein. Ich schätze, die wenigsten von uns sind fehlerfrei und haben Germanistik studiert. Ich schätze aber ebenso, dass den meisten von uns das egal ist, solange die Fehler nicht zu enorm werden. Warum also solche Anfeindungen?


Mich interessiert wie immer eure Meinung - gerne auch in einem Blogbeitrag oder als Kommentar. Kommt euch was bekannt vor oder habe ich für euch völligen Schwachsinn behauptet? Seid ihr vielleicht anderer Meinung? Raus damit, ich bin gespannt! :)






[Sonntagsgedanken] Von gekauften Rezensionen, Mobbing und Hetze

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Ein riesen Aufschrei herrscht derzeit in diversen Facebook-Blogger-Gruppen. Es ist von Hetze, Mobbing und Rezensionenkauf die Rede - übler Tobak, wenn ihr micht fragt. Schuld daran soll eine kleine Gruppe an Autoren sein. Aber fangen wir mal etwas früher an.
Es gibt wohl einige Blogger unter uns, die schon Mails bekommen haben ala "DU bekommst mein Buch kostenlos, dafür bekomme ICH eine 5-Sterne Rezension von dir". So weit so gut, ich denke wir sind alle alt genug um damit umgehen zu können, oder besser gesagt es zu ignorieren. Heftig wird es aber, wenn ein Autor erst nach Veröffentlichung einer schlechteren Rezension sein wahres Gesicht zeigt. Ich rede hier von Bedrohungen, "nimmst du die Rezension nicht aus dem Netz, wirst du nie wieder glücklich".


Ich frage mich, was diese Autoren sich dabei denken. Mir ist klar, dass sie sich damit ein aufpuschen und ordentlich Werbung erhoffen. Aber wenn man mal weiter denkt sollte man merken, dass wenn alle nur noch so tolle Rezensionen bekommen es niemanden mehr etwas bringt. Blogger und Rezensionen im allgemeinen würden ihre Glaubwürdigkeit sehr einbußen. Wem soll das etwas bringen?

Ich selbst bin von dem Thema nicht betroffen, bisher hatte ich immer Glück. Es gab zwar Fälle, in denen ein Autor nach einer 3-Sterne-Rezension nicht mehr geantwortet hat, aber shit happens, das ist mir dann eigentlich auch noch egal. Mich würde aber mal interessieren, wie es euch dabei geht? Hattet ihr sowas schon einmal? 

Ich muss gestehen, dass ich derzeit am überlegen bin, ob ich gar keine Bücher mehr annehme die mir angeboten werden. Einfach, weil ich extrem Schiss habe, dass mir so etwas passiert. Und dabei wäre das Recht ja sogar auf unserer Seite, aber ich denke, dass keiner Lust auf solche Drohungen hat. Aber dann würde ich auch eine Menge wundertoller Bücher verpassen. Wie geht es euch damit?


Nächstes Mal wollte ich gerne etwas dazu schreiben, was wir Blogger uns gefallen lassen müssen (oder eben nicht). Das gehört zu diesem Thema hier, würde euch das interessieren?