[Gastrezi] Claire Legrand - Das Haus der verschwundenen Kinder

Alle Erwachsenen können dir gefährlich werden – und Mrs. Cavendish besonders!
Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden?

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Es ist blau silber gehalten und hat einen Perlmutschimmer. Das mag ich natürlich sehr :) Es ist eine Mauer mit einem Tor zu sehen und im Hintergrund ein kleines Haus und blätterlose Bäume. In das Geschnörkel des Tores sind Autorin und Buchtitel eingearbeitet. Ich finde das sehr gelungen. Vor dem Tor sehen wir reihenweise Käfer, einen kleinen schwarzen Hund und ein Mädchen und einen Jungen, die zögernd vielleicht erschrocken durch das Tor sehen. Name und Titel sind spiegelnd silber und in den Buchdeckel und Bucrücken geprägt. Das fasst sich sehr gut an. Für ein Kinder- Jugendbuch sehr hochwertig und schön gearbeitet. Ich bin wirklich begeistert.

In diesem Buch geht es hauptsächlich um die zwölfjährige Victoria Wright und ihren besten Freund Lawerence. Victoria führt ein sehr spezielles Leben. Es ist alles geordnet und läuft nach festen Plänen ab. Wenn etwas abweicht ist es schlecht und für Victoria nicht akzeptabel. Sie legte eigentlich keinen großen Wert auf Freundschaften, aber sie hat irgendwann entschieden sich mit Lawrence anzufreunden und vor allem aus ihm einen neuen einen besseren Lawrence zu machen. So würde sie von allen Lob und Anerkennung erhalten. Nach und nach wurde Lawrence für sie aber zu einem echten Freund und für sie zu einem sehr wichtigen Mensch. Als er plötzlich verschwindet kann Victoria das nicht einfach so akzeptieren. Seltsame Dinge geschehen plötzlich in ihrem Heimatstädtchen Bellville und Victoria möchte diesen Dingen auf den Grund gehen. Es hat augenscheinlich etwas mit den merkwürdigen schwarzen Käfern und dem Erziehungsheim von Mrs Cavendish zu tun. Victoria beginnt Nachforschungen anzustellen und wird mehrfach davor gewarnt man sagt ihr „sei vorsichtig“ „Du bist ein braves gehorsames Kind“ eigentlich ist sie das durch und durch, und es widerstrebt ihr sich den Regeln zu widersetzen, aber sie muss einfach raus finden was genau in Bellville vor geht. Es soll alles wieder seine Ordnung haben.

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Es wird berichtet was Victoria erlebt und was sie fühlt, aber eben durch einen Erzähler. Zu Anfang ist es von Stil her etwas langweilig und ich brauchte einen Moment um mich daran zu gewöhnen. Nicht, weil der Stil schlecht oder schwer ist, sondern, weil er speziell ist. Vor allem muss man sagen, dass Victoria ein merkwürdiges Kind ist, was mich gedanklich immer wieder hat abschweifen lassen. Somit fiel es mir nochmal schwerer in den Stil rein zu finden. Der Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf und beginnt nicht erst nach 200 Seiten. Sehr angenehmen, denn gerade für junge Leser ist es sinnvoll, dass es schnell spannend wird und sie Grund haben weiterzulesen. 

Im Buch selbst finden wir immer wieder Zeichnungen und kleine Bilder auf den Seiten. Auf vielen Seiten sind Käfer drauf. Auf den anderen Bildern sind immer mal wieder Szenen aus dem Buch zu sehen. Ich mag das sehr. 

Bei den Protagonisten bin ich in einem Zwiespalt  irgendwie finde ich Victoria nicht wirklich freundlich und sympathisch, aber ich kann sie trotzdem verstehen und mögen. Also ganz sicher bin ich mir immer noch nicht. Lawerence erinnert mich, abgesehen von seinen Haaren, an manche Charaktere aus anderen Büchern, aber was man mitbekommt wirkt liebenswert und sympathisch. Von den Erwachsenen möchte ich gar nicht soviel verraten, weil das schon eine Menge vorweg nehmen würde.

Die Geschichte hat einen überraschenden Verlauf und ich habe wirklich mit etwas völlig anderem gerechnet, aber ich werde nicht mehr verraten. 

Ich bin auch bei meinem Fazit in einem Zwiespalt. Eigentlich bin ich bei dem gesamten Buch in einem Zwiespalt. Ich mag es, ich mag es stellenweise nicht. Ich hatte mich sehr drauf gefreut, aber irgendwie auch was anderes erwartet. Ich finde es für junge Leser sinnvoll, aber zum Teil auch nicht sinnvoll, weil es zu gruselig ist. Mich hat immer wieder Victoria beschäftigt, weil sie so viele Eigenschaften hat, die sie nicht wirklich gesund auslebt, ob das für Jugendliche gut ist zu lesen sei mal dahin gestellt. Allerdings hat sie auch wirklich Eigenschaften, die sich jeder zum Vorbild nehmen sollte. Für mich ist es wirklich ein Buch, über das ich keine feste Meinung habe. Je nach Blickwinkel ändert sich meine Wahrnehmung und Meinung zu der Geschichte und den Protagonisten. Insgesamt mochte ich es das Buch zu lesen, aber es war keins der Bücher bei denen es richtig bamm gemacht hat. Also gebe ich dem Buch vier von fünf Eulen und wünsche Euch viel Spaß damit. Ich bin gespannt auf andere Meinungen zu dem Buch :)

 Dies ist wieder einmal eine Rezension von meiner Schwester Jacky :-)
Wir danken dem Heyne fliegt Verlag für die Zusammenarbeit!




[Lesemarathon] Updatepost


http://real-booklover.blogspot.de/2014/10/lesemarathon-vom-03-bis-05-oktober.html

Wie gestern bereits angekündigt, nehme ich ja am Lesemarathon vom 3.-05.10 teil. Ich hatte mir folgendes vorgenommen:


1. Tribute von Panem - tödliche Spiele beenden, noch rund 80 Seiten
2. Schizophrenie ist scheiße, Mama! beenden, noch rund 150 Seiten
3. Himbermond anfangen, natürlich gerne auch beenden, sind ca 350 Seiten
4. Girl parts anfangen, sind ca 288 Seiten
Tribute von Panem habe ich heute Nacht beendet, was im übrigen in echt nicht nur 80 Seiten sondern 120 :D Daher wollte ich heute gerne Schizophrenie ist scheiße, mama! beenden. Allerdings werde ich anstatt Girl Parts dann erst den zweiten Tribute von Panem anfangen, damit ich nicht erst wieder die hälfte vergesse ;D

Also sieht der Plan nun so aus:


1. Schizophrenie ist scheiße, Mama! beenden, noch rund 150 Seiten
2. Tribute von Panem 2
3. Himbermond 

Ich werde heute Abend dann beginnen und diesen Post hier immer aktualisieren :-) 

Freitag, 18:20:
Ich fang dann auch mal an (obwohl mal das beenden von Tödliche Spiele wohl auch zählen könnte ^^) und werde mich als erstes über Schizophrenie ist scheiße, Mama! hermachen.  

18:50 
Und schon die erste Pause, das Essen ruft! :D

19:40
Weiter gehts, diesmal aber mit dem zweiten Panem teil. Schizophrenie ist scheiße wird einfach viel zu eintönig...

20:30 
Mir fallen die Augen zu... Ich kann nicht mehr lesen -.- 

00:00
Uuupppppssss.. Da hab ich ein wenig lange geschlafen :D 

 Samstag 1:20 
Ich bin jetzt bei Schizophrenie ist scheiße, Mama! auf ca Seite 180 und bei Panem 2 auf Seite 210. Jetzt hab ich keine Lust mehr.

15:45
Und weiter gehts! Diesmal mit Tribute von Panem. Mal sehen wie lange ich schaffe, bevor es zum einkaufen geht.

17:00
Einkaufen muss leider auch sein, aber immerhin bin ich bis Seite 330 gekommen, also wieder 120 neue. Ich bekomme aber so langsam ernsthafte Zweifel, dass ich meine eigenen Vorgaben schaffe ;D Ich werde Panem heute auf jedenfall zuende lesen, bestimmt auch noch ein paar Seiten von Schizophrenie ist scheiße,mama! aber Himbeermond morgen komplett durchlesen wird dann doch knapp. Na mal sehen :-) 

Sonntag 01:20
Joar, ich hab leider verpennt auf die Uhr zu sehen und weiss daher nicht, wann ich angefangen habe zu lesen ;D Dennoch bin ich nun mit Panem 2 durch, habe weitere 50 Seiten von Schizophrene ist scheiße gelesen und sogar schon 90 Seiten von Himbeermond gelesen. Somit habe ich jetzt noch ca 320 Seiten vor mir. Sieht besser aus als gedacht, yippieh! :D 

16:10
Himbeermond bin ich nun doch schon ziemlich weit, noch rund 50 Seiten vor mir. Bei Schizophrenie ist scheiße sidn es noch ca 30. Ich glaub das sieht richtig gut aus heute :)

18:00
Ich hab alle Bücher geschafft, wuuuhuuuu! 

Gelesene Seiten: ca 1050 

Bücher:
Tribute von Panem tödliche Spiele beendet, war aber bereits angefangen
Tribute von Panem gefährliche Liebe
Schizophrenie ist scheiße, Mama!
Himbeermond

[Gastrezi] Petra Hammesfahr - Die Chefin

"Betty Theissen leitet die Firma ihres Schwiegervaters und geht ganz in dieser Aufgabe auf. Als ihr Mann die Existenz des Unternehmens durch seinen ausschweifenden Lebensstil aufs Spiel setzt, beschließt sie seinen Tod. Mit einem akribisch geplantenn Mord scheint ihr das perfekte Verbrechen gelungen zu sein. Nur eines hat sie nicht geplant: Kommissar Georg Wassenberg verliebt sich während der Ermittlungen in die schöne Witwe. Erst spät kommt er dem grauenvollen Geheimnis seiner Geliebten auf die Spur. Für das Wohl der Firma ist sie zu allem bereit. Wirklich zu allem. Petra Hammesfahr hat für diese Neuausgabe ihren Roman komplett überarbeitet."
Petra Hammesfahr ist 1951 geboren und lebt in Kerpen bei Köln. Bekannt wurde Petra Hammesfahr mit Büchern wie die Mutter, die Sünderin und Der Puppengräber. 
Das Buch Die Chefin hat ein dunkles Cover- ein Mädchen was mit Händen in den Taschen über einen Bordstein läuft. Es guckt nach unten, man sieht keine Gefühlsregung. Das Foto des Mädchens ist schwarz-weiß. Mich spricht es nicht sehr an, da es nicht sehr auffällig ist. Ich frage mich, ob dieses Mädchen eine Rolle spielt, oder die Kindheit einer Frau im Vordergrund steht.
Der Kommissar Georg Wessenberg wird zum Tatort von Betty Theißen gerufen. Er will er eigentlich schnell wieder weg- bis er sieht, dass Betty unwiderstehlich schön ist. Fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen, auch wenn sie, “Die Chefin”, als kalte Geschäftsfrau bekannt ist, dessen Mann mysteriöserweise selbstmordgefährdet ist. Die Ungereimtheiten spuken ihm im Kopf rum, der anhängliche Prokurist Thomas ist Wessenberg ein Dorn im Auge als potentieller Nebenbuhler. Und doch wickelt Betty ihn immer wieder um den Finger und lässt sich auf eine Affäre ein. Um ihn auf ihre Seite zu ziehen?  Um Informationen aus erster Hand zum Fall zu erhalten? Die schöne Betty hat immer eine Antwort und kann Wessenberg eine Weile still halten. Doch sein Polizeiinstinkt siegt am Ende doch… .

Gut das vorn auf dem Cover “Roman” steht, und nicht Krimi. Denn die Spannung hält sich eher bedeckt. Die Charaktere werden umrissen, aber richtig Leben eingehaucht- leider nicht. Sie sind nicht wirklich überzeugend. Aber vielleicht kann mir das als Neid ausgelegt werden, weil ich noch nie eine dermaßen schöne Frau kennengelernt habe. So schön, dass kein Mann mehr klar denken kann oder einigermaßen rational reagieren. Kann oder will…. Naja wie glaubhaft diese Umschreibung ist, sei dahingestellt. Zum anderen stört mich ein wenig der Schreibstil. Petra Hammesfahr schreibt so sehr deutsch, akkurat und gradlinig. Die Chefin liest sich wie ein Tatort. Die Spannung wird nicht aufgebaut, weil der Täter von Anfang an bekannt war. Oder sollte es spannend sein, wie weit die Chefin gehen kann? Diese Frage könnte nur Frau Hammesfahr beantworten. Das Ende des Buches war sehr mysteriös- Georg Wessendorf wird plötzlich bewusst, dass er ja eigentlich Polizist ist. Anscheinend ist der Zauber der Chefin irgendwie verpufft, denn er kann wieder klar denken und klärt den vermeintlichen Selbstmord auf.
Zum Schluss schleudert Betty Theißen dem Kommissar noch einige Beteuerungen hinterher. Das soll wohl als spannendes Ende/offenes Ende gelten, damit sich der Leser fragt, ob und wann die Chefin die Wahrheit sagt.

Ich frage es mich nicht, denn ich musste mich durch das Buch beißen, von Seite über Seite.
Es ist nicht grottenschlecht, aber es fehlte mich einfach die weisende Richtung. Kein Krimi, kein Thriller, ein Roman…ja wie, einfach eine Geschichte? Ja so kann man es beschreiben. Es gibt eine Stelle im Buch, die einem Nahe geht, wenn man sich die Szene vorstellt. Aber der Rest hat mich nicht berührt. Die Protagonisten sind nicht lebendig, zu beherrscht und ohne jeden Funken Humor. Und über die Kindheit von Frau Theißen hat man auch nicht genug schlimmes gelernt, so dass das Mädchen auf dem Cover irgendwie gepasst hätte. Unauffällig wie das Cover ist das ganze Buch.
Für Krimi/Thiller Leser ist das Buch eindeutig zu lasch. Aber ich kann mir vorstellen, dass Frau Hammesfahr eine Fangemeinde hat, welche den klaren, fast sterilen Schreibstil ansprechend finden. Ich gehöre aber nicht dazu.



Diese Rezension wurde von Diana verfasst :-)