Interview mit Thomas Aiginger

Hey ihr Lieben,
ich konnte den sehr sympathischen Autor des Romans "Kaspar die Welt, aus der die Wolken kamen" zu einem Interview überreden. OK, zugegeben - überreden musste ich ihn nicht, aber das hörte sich jetzt einfach besser an :-D. Ich will euch aber nicht weiter auf die Folter spannen und mein Gesabbel interessiert ja auch eh keinen :)

Hallo Thomas! Schön, dass Du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Magst du uns ein wenig über dich erzählen?
Gerne. Ich bin 35 Jahre alt, lebe in Wien und im Moment gibt’s zwei Dinge, die mein Leben prägen: Einerseits meine beiden Kinder (1 und 4 Jahre), die sicherstellen, dass kein Tag vergeht wie der andere. Und andererseits die Veröffentlichung meines Romans „Kaspar“. Zum ersten Mal etwas Selbstgeschriebenes mit anderen Menschen zu teilen, ist natürlich sehr, sehr spannend und ziemlich aufwühlend. Dagegen schon fast Routine ist mein Hauptjob als Projektleiter in einem Kommunikationsunternehmen. Obwohl ich dort eigentlich die meiste Zeit verbringe.




Und wie kam dir die Idee zu Kaspar?
Mich hat eine Frage schon lange fasziniert: Wie würde ein Mensch die Welt erleben, der sie nur aus dem Fernsehen und dem Internet kennt? Dahinter steckt ja auch die Frage: Was machen die Medien mit uns? Wie würde die Welt sein, wenn wir weniger Massenmedien konsumieren würden? Oder eben noch mehr. Aus diesem Gedankenexperiment ist dann Kaspar entstanden, ein Jugendlicher, der sein Leben lang in einem Haus gefangen gehalten wird, mit der Außenwelt nur durch Fernsehen, Bücher und einen stark zensurierten Internetzugang verbunden. Bis ihm eines Tages die Flucht gelingt.

Wie lange hast du für das Schreiben gebraucht?
Die Idee spukt schon seit Ewigkeiten in meinem Kopf herum, sicher schon 15 Jahre. Und ich habe auch immer wieder Versuche gestartet, das in einen Roman zu verpacken. 2006 habe ich dann einen Entschluss gefasst: Entweder ich nehme dieses Schriftstellerding ernst oder es wird nie etwas daraus. Ich habe die Arbeitszeit in meinem „normalen“ Job reduziert und jede Woche einen Tag fürs Schreiben reserviert. Heute weiß ich, dass ich das auch brauchte, um das „Schreiben“ richtig zu lernen. Ich habe damals zwar sofort mit voller Energie begonnen, meinen Roman in den Computer zu hämmern, von der ersten Version ist aber jetzt nur noch das Grundgerüst übrig. Das heißt, die ersten Jahre habe ich mir vor allem das Handwerk angeeignet.

Hast du dir vorher alles zurecht gelegt oder spontan drauflos geschrieben?
Zuerst spontan drauf los geschrieben, dann einen Plan gemacht, wieder geschrieben, Plan umgeworfen, weiter geschrieben. Ich brauchte einige Zeit, um ein Vorgehen zu finden, das für mich funktioniert.
Für den letzten Entwurf hatte ich dann einen groben Plan des Plots und der wichtigsten 4 Charaktere. Den Rest habe ich während des Schreibens entwickelt.

Ich bin neugierig, und ich denke ‚unsere‘ Leser auch: Kannst du uns ein Bild deines Arbeitsplatzes zeigen?
Mein Schreibtisch ist eigentlich ziemlich langweilig, aber ich zeige euch zwei andere Plätze, an denen ich gerne arbeite: Der Ohrensessel vor der Wand, an der meine absoluten Lieblingsbücher schweben. Und die Terasse vor meinem Arbeitszimmer. Ich mag den weiten Himmel über mir beim Schreiben und den Blick über die Dächer der Stadt. Die vielen Menschen auf engstem Raum vermitteln eine ganz eigene Energie, finde ich.

Und hast du bestimmte Gewohnheiten, ohne die du nicht schreiben kannst, wie z.B. Musik hören?
Wichtig ist nur alles Ablenkende zu verbannen. Mein Schreibtisch muss aufgeräumt sein. Wenn es wo laut ist, höre ich klassische Musik, um die Geräusche auszublenden. Abgesehen davon schreibe ich überall und genieße die Abwechslung. Egal ob im Kaffehaus, im Zug oder wie heute auf einer Bank am Rande eines Kukurruzfeldes mit Blick über das Mühlviertel in Oberösterreich.
Ahja – Und Koffein natürlich. In jeder Form.

Ähm - ein Kukurruzfeld? Was ist das? :D 
Ein Maisfeld. Das klingt aber nicht mal halb so lustig.

Manches Mal kann man den Eindruck bekommen, dass du persönliche Meinungen eingebunden hast. So ist Kaspar der Meinung, dass Entschuldigen keine Lösung für Fehler ist – entspricht so etwas auch deiner Meinung?
Nein, ganz und gar nicht. Mich fasziniert jedes Mal, was für eine zauberhafte, reinigende Wirkung eine ehrliche Entschuldigung in einem schweren Konflikt haben kann. Vergeben können, ist eine ganz wichtige Qualität. Aber man muss diese zauberhafte Wirkung eben einmal erlebt haben. Kaspar, der keinerlei Erfahrung in sozialer Interaktion hat, kann sich einfach nicht vorstellen, was das bringen soll.

Man könnte das Buch als Kritik an unsere Mediengewohnheiten verstehen – wolltest du so etwas bezwecken oder entspricht dies nicht deiner Meinung?
Ich sehe es eher als Reflexion. Es überzeichnet die Auswirkungen von Medien ja dramatisch. Ein bisschen mache ich mich auch über die standardisierten Muster lustig, in denen Geschichten im Fernsehen oder Filmen oft erzählt werden. Aber ich würde weder Fernsehen noch seine Nachfolger im Internet verdammen. Dafür schaue ich das selbst viel zu gerne. Wichtig finde ich nur den bewussten Umgang damit.

Kaspar liebt McDonalds - du auch?
Hin und wieder gehe ich gerne hin. Aber im Gegensatz zu Kaspar kenne ich da in Wien schon noch ein paar bessere Lokale. Eines vielleicht oder zwei.

Woher nimmst du dein Wissen über die Psychologie? Hast du dir vorgestellt wie es wäre oder recherchiert?
Meine Frau ist Psychologin. In dem Bereich war die Recherche also herrlich einfach. Fast die wichtigste Erkenntnis war aber, dass nicht vorhersehbar ist, wie sich ein Mensch in der Situation Kaspars wirklich entwickeln würde. Das hat mir viel Freiheit für die Geschichte gegeben. Und was Marian alles anstellt, entspricht natürlich auch nicht den psychologischen Standards.

Denkst du, jetzt nach der Beendigung und Veröffentlichung des Romans, immer noch darüber nach, wie es mit Kaspar weitergeht? Wenn ja, kannst du uns ein wenig darüber erzählen?
Ja, vor allem in den letzten Wochen. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung seiner Geschichte hat Kaspar ja seinen Facebook und Twitter Account reaktiviert. Dort kann man verfolgen, was er jetzt so treibt. Wirklich angekommen, ist er in der Welt noch immer nicht. Die letzten Jahre war er sehr einsam. Nun versucht er  sich für seine Umgebung zu öffnen. Er sucht einen Job. Er möchte nicht mehr bloß von seiner Gefangenschaft leben, durch Auftritte in Talkshows und auf letztklassigen Show-Bühnen. Aber wieder einmal decken sich seine Träume nicht mit den Jobs, die ihm da angeboten werden.
Schauen wir, ob er so glücklich wird.

Du hast deinen Roman ja selbst veröffentlicht – ohne Hilfe von Verlagen. Oftmals werden auch sehr, sehr gute Bücher von eben jenen abgelehnt, war dieses auch bei dir der Fall?
Ja, ich habe das Buch auch Verlagen angeboten. Die Reihe von Ablehnungsschreiben ist natürlich frustrierend, aber letztendlich ein normaler Prozess, wenn man sich das Verhältnis von der Flut an eingereichten Manuskripten zu den paar Debütanten ansieht, die Verlage in einem Jahr veröffentlichen. Zum Glück gab es auch ein paar positive Rückmeldungen. Bei einem großen deutschen Publikumsverlag war ich in der zweiten Runde. Ein Lektor eines anderen Verlages hat sich mit mir zu einem ausführlichen Feedbackgespräch getroffen. Und seit der Veröffentlichung das unglaublich positive Feedback von Bloggern und meinen Lesern. Das hilft einem wieder einzuordnen, wo man steht.

Würdest du den Schritt des Selfpublishings immer noch gehen?
Auf jeden Fall. Auch wenn ein Verlag enorme Erfahrung in der Vermarktung des Buches mitbringt, die ich mir erst selbst erarbeiten muss. Ich lerne gerade im Selbstversuch, welche meiner Marketingideen funktionieren. Das macht Spaß, aber kostet Zeit, die ich manchmal lieber mit Schreiben verbringen würde. Zum Beispiel habe ich mit einem Schauspieler ein Video für eine virale Marketingkampagne gedreht und dazu eine Anwendung programmiert, die den nichts ahnenden Zuseher auf seinem Handy anruft.
Eigentlich genieße ich es aber, alle Fäden selbst in den Händen zu halten. Als Selfpublisher muss man ein wenig mehr tun, um zu beweisen, dass ein Buch gut ist, weil man nicht durch den Qualitätsfilter eines Verlages gegangen ist. Ich bin aber überzeugt, dass am Ende hier wir dort die guten Bücher erfolgreich sein werden, also jene die Menschen gerne lesen.

Lieber Thomas, ich danke dir sehr für dieses Interview! :)

Victoria Schwab - Das Mädchen, das Geschichten fängt [Rezension]

 
"Wenn Geschichten zum Leben erwachen
Unendlich lange Gänge und Abermillionen von Regalen, auf denen die Lebensgeschichten der Toten aufbewahrt werden - das ist das Archiv und das Reich der Wächterin Mackenzie Bishop. Als immer mehr Geschichten "aufwachen" und versuchen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren, kommt Mac einer gigantischen Verschwörung auf die Spur."
"Victoria Schwab lebt in Nashville, Tennessee, und arbeitete nach dem Studium in den verschiedensten Jobs, ehe sie ihre Leidenschaft professionalisierte und Autorin wurde. Bücher hat sie schon immer über alles geliebt - und Geschichten, in denen die Realität aufbricht und etwas Dunkles, Geheimnisvolles, Anderes durchscheint. Verflucht ist ihr Debütroman." Quelle: Heyne
Ich finde das Buch wirklich schön gestaltet, vor allem das Cover spricht mich enorm an. Leider passt es aber überhaupt nicht zum Inhalt....
Leider muss ich zugeben, dass mich das Buch vor allem aufgrund des Covers reizte. Der Klappentext versprach zwar gutes, aber konnte mich nicht vollends überzeugen. Ich war einfach der Meinung, dass sich dahinter so ziemlich alles verbergen konnte. Und das Cover erzählte auch etwas anderes, aber wie sich herausstellte, passt das Cover eh nicht sonderlich zum Inhalt. 
 "Das Archiv bedeutet, dass die Vergangenheit nie vorbei ist. Nie Verloren. Das zu wissen ist befreiend. Es gab mir die Erlaubnis, immer nach vorn zu schauen. Schließlich müssen wir unsere eigenen Chroniken schreiben." Seite 316
Ich liebe die Geschichte, ich finde sie originell und vor allem könnte sie real sein. Ich mag’s ja gerne, wenn eine Geschichte so in der Realität vorkommen könnte. Schön und berührend fand ich auch, dass immer mal wieder kleine Rückblicke vorkommen, Gespräche zwischen Mackenzie und ihrem verstorbenem Opa. Dieser Opa hat sie auch in die Welt der Wächter geführt, da er selber einer war und sie seine Nachfolge antreten sollte. Abgesehen davon wirkte der Opa auch einfach mega cool auf mich und trotzdem weise, sieht man nicht oft so.
 "Oh, das wirst du. Du wirst Mist bauen, du wirst Fehler machen, du wirst Dinge kaputt machen. Manches wirst du reparieren können, anderes wirst du verlieren. Das gehört alles dazu. Aber eines musst du für mich tun."
"Was denn?"
"Lange genug am Leben bleiben, um neuen Mist zu bauen." Seite 389

Mackenzie ist eine Wächterin, sie muss entflohende Chroniken in den Narrows auffangen und zurück in die Archive schicken. Diese Chroniken sind sozusagen unsere verstorbenen Mitmenschen, ihre Geschichte, ihre Erinnerungen, ein Abbild von Ihnen aber dennoch nicht sie selbst. Mackenzie, auch Mac genannt, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist nicht die typische, beliebte und mega hübsche Protagonisten sondern beinahe schon Außenseiterin. Sie ist mit ihrer Familie in eine neue Stadt gezogen, in ein Gebäude welches einmal ein Hotel war. Dieses ehemalige Hotel birgt viele Geheimnisse – darunter auch Wesley. Dieser versucht ziemlich schnell mit ihr anzubändeln, aber was er nun genau im Schilde führt, müsst ihr wohl leider selber herausfinden ;)
"Nicht schwer, nein. Lügen ist leicht. Aber es macht einsam."
"Wie meinst du das?"
"Wenn du alle über alles belügst, was bleibt dann noch? Was ist wahr?"
"Nichts", antworte ich.
"Genau."
Seite 119

Der Schreibstil ist schön, nicht unbedingt etwas Besonderes, aber sehr angenehm zu lesen.  Durch die Ich-Perspektive konnte ich mich recht schnell in die Story einfinden und natürlich auch in Mac. Ich fand „das Mädchen das Geschichten fängt“ auch echt spannend, was ich vorher so gar nicht erwartet hätte. Hat wirklich nicht lange gedauert, das Buch zu lesen… Ich meine es kam vorgestern mit der Post :D

Das Ende ist passend, klärt alles auf und wirft eigentlich auch keine neuen Fragen auf, dennoch würde ich gerne mehr erfahren. Mir fehlt irgendwas undefinierbares, ich kann selber nicht ganz genau sagen, was.
Alles in allem ein wunderschönes Buch, welches mich wirklich fesseln konnte. Wenn ich auch irgendwie eine ganz andere Geschichte erwarten konnte, wurde ich überzeugt und vor allem positiv überrascht.

Thomas Aiginger - Kaspar die Welt, aus der die Wolken kamen

Kaspar. Seit seiner geburt alleine in einer luxuriösen Villa gefangen. Bewacht von Kameras. Ernährt und gebändigt von zwei rätselhaften Menschen. Peiniger oder Beschützer? Er bekam sie nie zu Gesicht. Mit 19 Jahren gelang ihm die Flucht. Dieser Roman erzählt von seinem Leben danach. In einer Welt, die er nur aus dem Fernsehen kannte.
Thomas Aiginger wurde 1979 in Wien geboren, wo er auch heute lebt und schreibt. Seine freie Zeit gehört der besten Frau der Welt, seinem Sohn und seiner Tocher, dem Fußball und großartigen Büchern von anderen Menschen. Den Rest seines Lebens macht er eigene Bücher oder leitet Menschen und Projekte in einem internationalen Kommunikationsunternehmen.
Da es mein erstes Buch mit Signierung ist bin ich ein wenig voreingenommen - aber ist die nicht süß? :D Umso trauriger war ich, dass meine Hündin sich hinterher auf mein Bett geschlichten hat - wo das Buch lag - und erstmal schön Flecken auf die Signatur und den Schnitt gemacht hat... Aber gehört ja nicht zum Thema. Das Cover passt ganz gut, auch wenn ein solcher Hinterhof nicht direkt vorkommt bzw. anders beschrieben wird passt es zur Aussage des Buches. Ebenso fühlt es sich wieder irgendwie samtig an - hatte ich bei shades of grey ja auch mal gesagt. Also jeder der SoG kennt, weiss was ich meine. Die Seiten sind schlicht gehalten ohne Klimm-Bimm, aber braucht auch keiner. ;)
Jetzt wo ich so beginne, diese Rezension zu schreiben muss ich euch warnen:  Es wird eine Lobeshymne, und das nicht, weil ich gekauft oder so bin, sondern weil ich dieses Buch einfach nur genial finde. Thomas Aiginger hatte mich gefragt, ob ich Interesse an einem Rezensionsexemplar hätte, und bereits diese E-Mail wäre eine eigene Bewertung wert gewesen. Diese war nämlich aus der Sicht Kaspars, welcher mir sozusagen seine Biografie anbot. Es war nicht ersichtlich, ob es sich nun um Fiktion oder die Realität handelt, das fand ich wirklich faszinierend.  Erst auf der Homepage habe ich bemerkt, dass es sich um Fiktion handelt. Hier ein kleines Auszug aus der Mail, damit ihr verstehen könnt, warum ich SO neugierig wurde: 
Mein Name ist Kaspar. Und ich habe eine besondere Geschichte zu erzählen. Bis zu meinem 19. Lebensjahr war ich in einem Haus eingesperrt. Alleine. Eine maskierte Amme und ein unsichtbarer Mann namens Wolf zogen mich groß. Sie überwachten mich mit Kameras. Die Welt von draußen kannte ich nur aus dem Fernsehen. Und dann eines Tages schaffte ich es. Ich trickste den Wolf aus. Ich brach aus! Plötzlich stand ich in der freien Welt. Kannst du dir das vorstellen? Mit 19 Jahren zum ersten Mal einen echten Menschen treffen?
Der Schreibstil ist gut durchdacht, recht schlicht aber sehr angenehm zu lesen. Zwischendurch war ich unsicher, was nun eine von Kaspars Worterfindungen ist und was nun in Österreich so gesagt wird - aber darüber kann man ganz gut hinwegsehen. Das Buch soll die Aufzeichnungen von Kaspars Psychologen dar stellen, welcher eine Studie über ihn führt. Dementsprechend reden die beiden miteinander, wobei Kaspar natürlich die meiste Zeit am erzählen ist und man ganz vergisst, dass er es seinem Psychologen erzählt. Das meiste ist ganz normal geschrieben, nicht so als wenn man es erzählen würde. Passt aber ganz gut zusammen so. Es gibt auch keinen nennenswerten Längen, die das Lesen anstrengend gemacht hätten.


Der aufmerksame Leser wird nun eines bemerkt haben:  Ich dachte es wär real und es stellte sich als Fiktion heraus – doch was denkt man beim Lesen des Buches? Also ganz ehrlich, mir könnte man erzählen es wäre real und ich würde es glauben. Thomas Aiginger hat eine Geschichte erschaffen, an welcher man es beinahe nicht wagt zu zweifeln, eine Geschichte, die realer nicht sein könnte.  Eine Geschichte, in der einfach jedes kleine Detail passt.  So hat der Autor bspw. daran gedacht, dass Kaspar höchstwarscheinlich nicht ganz perfekt spricht und manche Wörter selbst erfindet, so hatte er ja nie großartigen Kontakt zu Menschen ( "armt er mich um" "es dunkelte" "ineinander schlafen").
Gleichzeitig wirft die ganze Nummer die Frage in den Raum, wieviel Medienkonsum wirklich gesund für uns ist, vor allem für unsere Kinder. Wie sehr beeinflussen uns diese? Auch Kaspar wurde sehr von den Medien beeinflusst. Ihr müsst euch das so vorstellen: Fast sein ganzes Leben lang hat er die Menschen und unseren normalen Alltag nur über das Fernsehen kennengelernt. Schauspieler sind meistens einfach verdammt hübsch, und so hat auch Kaspar eine seeehr spezielle Wahrnehmung von Frauen. Er findet nur sehr wenige hübsch, da er einen anderen Standard als wir gewohnt ist (durch die Medien). 
 "Ohne Freiheit kann ein Mensch nicht glücklich sein. Ich hatte das Richtige getan. Ich musste ausbrechen." Seite  93
Ebenso hat er Probleme damit unsere Welt zu verstehen. Überlegt mal, er war immer nur in seinem Haus mit dem kleinen, hoch eingemauertem Hof und hat die Außenwelt nur über seinen Fernseher bzw Computer gesehen. Er konnte ja nicht ahnen, was es nun auch in der realen Welt gibt und was nicht – woher soll er wissen, ob es Schneewittchen und Darth Vader nicht doch gibt? Die beiden Schlingel spielen übrigens hinterher noch eine Rolle, was ich schon witzig fand :D 
"[...] bis zu dem Tag hatte ich gedacht, dass man Zehen- und Fingernägel aus den gleichen Gründen lackiert wie Eisen und Holz. Ich trocknete meine Zehennägel stets sorgfältig ab, um sie vor Rost und Moder zu bewahren. [...] obwohl ich nicht viel Sinn darin erkennen konnte, Zehennägel mit roter Farbe zu bestreichen. Wieso gerade Zehennägel? Warum nicht die Kniescheibe oder einen Nasenflügel?" Seite 266
Kaspar hat in mir eine Art Mutter- oder Beschützerinstinkt hervorgerufen – man will ihn mal so richtig wachrütteln und an die Hand nehmen, ihm die Welt zeigen und erklären. Und ich finde, dass genau dort auch der springende Punkt liegt: Ich habe mit ihm gefiebert, mich mit ihm gefreut oder getrauert. Ich war voll drin im Geschehen – also das hatte ich dieses Jahr noch bei keinem Buch, egal ob von großen Verlagen oder Independent. ..  
"Deutsche entschuldigen sich für den Holocaust, der Papst, dass die Kirche Heiden kreuzzugte. Ein Mörder sagt bloß, tut mir leid' und wird dafür um Jahre früher entlassen. Menschen machen es sich zu einfach, finde ich. Doch in diesem Moment war ich froh, dass der Trick funktionierte" Seite 200
Wie man sieht, bekommt man sogar noch ein bisschen Anregung für die alten, grauen Zellen - wie viel ist eine Entschuldigung wirklich wert? Warum akzeptieren wir das so häufig? ;)
Ich habe einfach selten ein so reales und gut durchdachtes Buch in der Hand gehalten. Ich habe erst so etwas erwartet wie mit dieser Natascha Kampusch, aber so ganz passte das nicht. Kaspar wurde nicht gequält, er wusste zuerst auch nicht, dass er ein besseres Leben führen könnte. Menschen machten ihm Anfangs Angst und er wusste auch nicht mit ihnen umzugehen. Kurz nach seinem Ausbruch z.B. landete er im Zug und wollte nach Amsterdam, natürlich ohne Ticket. Als der Schaffner ihm weiß machte, dass die nächste Station bereits Amsterdam wäre, hat er nicht daran gezweifelt – obwohl der Schaffner ihn nur loswerden wollte. Kaspar landete dann auf einem Parkplatz und war der festen Überzeugung, dass die dann halt im Fernsehen gelogen haben und Amsterdam eben anders als im TV ist. Generell hält er sehr lange an seinen Überzeugungen fest, er hat sie sich schließlich 19 Jahre lang zurecht gelegt. Er ist zum Beispiel der Meinung, dass unsere Welt aus mehreren Welten besteht, welche mit Portalen miteinander verknüpft sind. So ist die Fernsehwelt eine eigene, mit schönen Menschen und Reichtum, und die Welt, in der er gelandet ist ist eben nur die falsche für ihn. Ziemlich lange hat er diese Theorie nicht aufgegeben und das Portal in die Fernsehwelt gesucht.

Aber der Knaller schlechthin ist das Ende - ich hab alles und nichts erwartet, aber das bestimmt nicht. Ihr dürft bei diesem Buch auf keinen Fall erst die letzten Seiten lesen, was ja viele machen. Das würde euch alles versauen und durchhalten lohnt sich richtig!
Ein Buch für all jene, die etwas zum mitfiebern, schmunzeln und lachen suchen. Für die jenigen, die eine Geschichte suchen, die kaum realer sein könnte und für die, die sich gerne mal in eine solche Situationen versetzen wollen.
Ist mir ja fast schon peinlich, dass mir nichts negatives einfällt... ich hab wirklich überlegt und versucht etwas zu finden aber - nö :D Bisher definitiv mein Jahreshighlight.

Hat zwar nichts direkt mit dem Buch zutun - aber schaut euch mal ruhig die Homepage und die Facebook Seite an - Thomas Aiginger hat dort wirklich ein paar Leckerbissen parat und eine meiner Meinung nach perfekte PR geschaffen. http://freekaspar.net/

Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht [Rezension]

http://www.amazon.de/gp/product/357030843X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=357030843X&linkCode=as2&tag=fotoblog06-21
© cbt

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 

ISBN-13: 978-3570160206

Preis: 14,95€ (D)Gebunden

Leseprobe: Hier.
Kaufen: Bei Amazon

Klappentext: Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Über den Autor: Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien.(Quelle:Verlag)

Meine Meinung: Nach dem Selbstmord von Hannah erhält Clay ein Päckchen mit sieben Kassetten. Ein Absender ist nicht angegeben. Clay begibt sich mitsamt des Päckchens in die Garage und beginnt die erste Kassette zu hören. Was er da zu hören bekommt ist unglaublich: Es ist Hannahs Stimme, welche direkt erklärt, dass jeder Empfänger und Zuhörer ihrer Kassetten eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Einige Zeit zuvor erhielt Clay bereits eine Karte mit Markierungen, welche auf den Kassetten näher erklärt werden. Clay will natürlich wissen, warum Hannah sich das Leben nahm und vor allem, warum ausgerechnet er mit Schuld daran sein soll. Er klebt förmlich an den Kassetten und kommt so ihrer Geschichte auf die Spur.



Nachdem ich „Tote Mädchen lügen nicht“ zuende gelesen hatte, hatte ich schon ein sehr bedrückendes Gefühl. So wird man doch in die Gefühlswelt eines jungen Mädchens eingeführt, welche zwar glücklich wirkte aber es im nachinein wohl offensichtlich nicht war. Ich habe begonnen nachzudenken, habe ich auch schonmal jemanden mit – für mich scheinbar – kleinen Dingen so verletzt, dass dieser nicht darüber hinweg kam? Ohne, dass es mir auch nur ansatzweise bewusst war? Anfangs jedoch dachte ich mir: Mädchen, stell dich nicht so an. Aber irgendwann wurde das ganze immer verstrickter und schwieriger, so dass ich verstehen konnte, warum es ihr zuviel wurde. Ziemlich schnell wurde ich in den Bann der Geschichte gezogen und habe es dementsprechend innerhalb sehr kurzer Zeit gelesen. Besonders gut gefällt mir das Gesellschaftskritische, was ich oben ja kurz angeschnitten habe. Wir sollten alle darüber nachdenken, ob selbst die Kleinigkeiten jemanden irgendwann viel zu viel werden können.

Zum Schreibstil: Ich fand ihn Jugendbuchtypisch locker leicht, Hannah's Erzählungen waren zur Abgrenzung kursiv geschrieben. Trotzdem kam ich zwischendurch durcheinander, aber das liegt wohl eher an mir. Eine kleine Sache störte mich dann aber doch, denn Hannah wirkt sehr kühl und distanziert in ihren Ausführungen, obwohl sie die Kassetten aufgenommen hat mit dem festen Entschluss sich das Leben zu nehmen. Wäre man da nicht eher aufgelöst, verwirrt, traurig, was auch immer? Ich weiss es nicht, aber ich hätte es irgendwie erwartet.

Fazit: Das Buch behandelt ein kritisches Thema auf sehr angenehme Weise, ich fühlte mich nicht überrumpelt oder so. Ich denke auch, dass es für Erwachsene gut geeignet ist, da man sich wieder in seine Jugendzeit bzw. Schulzeit versetzen kann. 

MONTAGSFRAGE // MIT WELCHER ROMANFIGUR WÄRST DU GERNE BEFREUNDET?


Hmmmm... Ich finde die Frage ja gar nicht soo einfach, immerhin geht es um Freundschaft und nicht nur mal eben einen trinken gehen ^^
In erster Linie natürlich unsere altbekannten Helden aus Harry Potter, ich fand sie allesamt immer sehr sympathisch und sie sind immer füreinander da - was will man mehr?
Ansonsten würde mir noch Kaspar aus meinem derzeitigen Buch einfallen, also dem Buch was ich gerade lese. Er wirkt einfach soo unbeholfen und man würde ihn zu gern an die Hand nehmen und durch die Welt führen - ich glaube da kommt der Mutterinstinkt hoch ;D
Mir fallen noch mehr sympathische Protagonisten ein, aber keiner bei dem ich sag: ja man! mit dem/der will ich befreundet sein :D

Sonntagsgedanken - Gib deinen Senf dazu! #2 - Über das leihen und verleihen



Wenn mir Themen durch den Kopf schwirren, bei denen mich eure Meinung interessiert, geschieht dies meistens durch einen Anreiz auf Facebook. Man liest und da etwas und denkt sich: hm, obs wohl vielen so geht? :D 
Letztens gab es da eine interessante Diskussion über das Leihen von Bibliotheksbüchern. Da gab es dann auf der einen Seite die Fraktion "Ja klar, warum nicht" und dann wieder solche, die der Meinung waren, dass dies für sie nicht infrage käme. Die Argumentationen dagegen waren ziemlich breit gefächert und reichten von Aussagen wie "ich finds eklig" bis hin zu "Ich muss Bücher besitzen". 

Natürlich muss ich auch wieder mal meinen Senf dazugeben - alles andere wäre ja auch langweilig :D
Also, ich persönlich leihe mir nichts aus der Bibliothek und habe dieses auch nur während meiner Schulzeit mal getan. Ich bin einfach viel zu unorganisiert und würde es vergessen, diese Bücher auch wieder zurück zu geben. Ekelhaft finde ich es allerdings nicht, okay umso mehr ich darüber nachdenke... aber normalerweise wäre ich von selbst nie auf die Idee gekommen, dass es ekelhaft sein könnte. 
Ich mag es aber genauso wenig Bücher zu verleihen (oder auch DVD's usw...) da ich damit echt miese Erfahrungen gemacht habe. Entweder kommen Taschenbücher total zerfleddert wieder - oder, noch schlimmer, man bekommt einfach gar nichts zurück. Daher leihe und verleihe ich einfach nichts mehr - nur noch an meine Schwester, aber die ist auch pingeliger als ich und wenn ich ein Buch wieder haben möchte bekomme ich es auch wieder. :D

Hast du auch schonmal ein Buch verliehen und niemals zurückbekommen? Und leihst du dir Bücher auch aus oder eher nicht?

DU möchtest deinen Senf auch zu diesem Thema geben? Gerne, schreib mir doch einen Kommentar oder wenn du magst, nimm den Banner mit und schreibe es auf deinem Blog. :)


[Fotografie] Stolz und Vorurteil - oder warum die Kamera beinahe scheissegal ist!

Hallo ihr Lieben,

vor wenigen Tagen habe ich hier nachgefragt, ob euch auch mal der ein oder andere Beitrag über die Fotografie interessieren würde. Die Meinungen waren ziemlich eindeutig - und da ist er: Der Post über Fotografie. Somit ist er fertig - ciao :D
Nein Spaß, aber ein paar wenige werden sich gleich auf die Füße getreten fühlen - tut mir leid, dass soll weniger angreifend sein als es wirkt!

Dieser Beitrag richtet sich an all jene, welche darüber nachdenken sich eine Kamera zu kaufen (oder ihre jetzige auszutauschen). Oder an die jenigen, die sich wundern warum ihre Bilder nicht schön sind. Je nachdem...

Stolz und Vorurteil - Dieser Titel ist beinahe so hochtragend wie der Nachbar mit seiner dicken Spiegelreflex, oder? Und genau darum gehts auch.

Dicke Kamera -> Geile Bilder?
Na eben nicht! Zugegeben, irgendwie dachte ich das ja auch. Als mein Vater sich das Mördergerät Namens Nikon D800 anschaffte und ich dieses dicke Ding mit im Urlaub hatte... Hachja, hatte nicht lang gedauert und ich hatte es auch. Aber hat's mir nun geholfen so viel für eine Kamera ausgegeben zu haben? Sind meine Bilder dadurch besser geworden? Ich mein, die Profis benutzen sowas ja auch und die machen ja auch nur gute Bilder...
Die Antwort lautet: Nö, eigentlich nicht wirklich. 

Aber was macht dann bitte gute Bilder? 

In erster Hinsicht natürlich Übung und Können. Aber das kann man sich ja denken, der Bildaufbau z.B. ist natürlich enorm wichtig. Ein zweiter nicht zu unterschätzender Faktor sind die Objektive. Viele kaufen sich sogenannte Bundles mit einer Spiegelreflex und einem zugehörigem Standardobjektiv. Dieses Standardobjektiv ist einfach... naja, es ist halt da und reicht für die ersten Gehversuche sicherlich auch. Toll ist es aber wirklich nicht und wer ein knackescharfes Bildchen haben möchte muss da tiefer in die Tasche greifen. So gibt es aber leider immer mehr "Fotografen" die sich eine teure Kamera kaufen (wir erinnern uns: davon werden die Bilder besser ;) ) und irgendeine billige Scherbe dazu kaufen. Das bringt nichts, dann lieber genau umgekehrt. Für die meisten ist diese teure Kamera einfach nur eine Verlängerung des - ähm - wichtigsten des männlichen Geschlechts. Klar zum Angeben und Stolz sein bringts ne Menge... Ihr glaubt mir nicht was für einen Schrott ich schon aus einer Profikamera gesehen und auch selber rausgehauen habe. Wenn das Motiv, das Objektiv und das Licht scheisse sind.. ja dann kommt eben auch nur scheisse raus. Verzeiht mir bitte die Wortwahl, aber da bringt die teuerste Kamera nichts. Also bitte lasst euch nicht beim großen Elektronikladen über den Tisch ziehen...
Und nun der allerwichtigste Faktor: Licht, Licht und nochmal Licht. Wer keine Spiegelreflexkamera hat kann das gerne auch mal mit dem Handy ausprobieren: Mach ein Foto drinnen (möglichst nur mit ner Deckenlampe oder so) und mach eins draußen. Das draußen wird besser aussehen - vor allem am Computer, wenn es einfach größer dargestellt wird. Natürlich könnt ihr blitzen.. aber das ist oftmals nicht der richtige Weg. Vorallem nicht der eingebaute Blitz.

"Kann garnicht sein was die Alte da schreibt, teure Kameras müssen doch gute Bilder machen...."

Hmmm... Sowas dachte doch bestimmt jetzt wer oder? Also ICH würde das denken :D Jedenfalls habe ich mal 2 Bilder für euch rausgesucht, beide mit dem selben Objektiv geschossen. Allerdings das eine mit einer Kamera für 2000€ und das andere mit einer für 430€. Das Motiv ist leider nicht dasselbe, aber schaut mal trotzdem :D

So,wer weiß nun - ohne zu schummeln! - welches Bild von welcher Kamera ist? Ich glaube, dass ich sogar falsch raten würde.... (Schreibt doch mal bitte eure Vermutung in die Kommentare, ich löse das nächstes mal auf) Deswegen, wer kein Geld mit seinen Bildern verdienen möchte sondern nur Fotografiert für diverse Communities oder auch dem eigenen Blog - ihr braucht keine teure Kamera! Kauft euch am Anfang eine günstigere und 1-2 gute Objektive. Ich verspreche hoch und heilig, dass das die bessere Variante ist.

ABER warum verdammt nochmal kauft man sich dann bitte eine teure Kamera?

Ja weil mans kann! Und weil man dann höllisch Stolz ist und die Nachbarn so neidisch gucken! Na gut, ganz so einfach ist das vielleicht auch nicht. ;) Diese professionellen Kameras haben Eigenschaften und teils auch Funktionen ohne die die Profis nicht klarkommen würden. Das zu erklären würde den Rahmen zwar sprengen, aber um zumindest ein Beispiel zu nennen: Jeder kennt diese meterlangen Werbungen die überall an irgendwelche Häuser usw. gepinnt sind. Um etwas so groß zu bedrucken (in guter Qualität) braucht man eben auch eine gewisse Qualität der Bilder. Irgendwo spielen natürlich auch die Megapixel eine Rolle, aber auch die sind für uns Normalverbraucher scheissegal. Apropos - die Bilder oben treten mit 36 Megapixeln gegen 16 Megapixeln an ;) 
Für uns ist das aus einem echt einfachen Grund egal: wir drucken nicht so groß. Wir stellen die Bilder meistens eh nur ins Internet (wo sie verkleinert dargestellt werden) oder drucken sie in relativ kleinen größen aus. Kleinere Mängel fallen da garnicht auf. Diese Mängel zu beseitigen wäre da einfach viel zu teuer und unnütz, wir sehen sie ja nur wenn wir ins Bild reinzoomen. Wär doch wirklich zu schade ums Geld oder? Da sollten wir uns lieber ein paar hübsche Bücher kaufen. Oder ein Bücherregal.. Oder ... oder... :D Da würde euch bestimmt was tolles einfallen.

Ihr merkt, die verwendete Kamera ist garnicht mal so wichtig. Um es so ein bisschen auf den Punkt zu bringen: Objektive haben mehr Einfluss auf die Qualität der Bilder als die Kamera selber, noch wichtiger sind jedoch Können und auch das Motiv selber natürlich. Wenn ihr das geilste Motiv auf Erden vor der Nase habt kann auch ein Handyfoto gute Dienste leisten. Denn groß ausdrucken wollen wir es doch meistens sowieso nicht :)

Mich würde bei diesem Beitrag eure Meinung ganz besonders interessieren: war das interessant oder alles altbekannt für euch? Und vor allem: Welches Thema würde dich -ja genau dich!- ganz besonders reizen?