Joy Fielding - Schau dich nicht um ( Rezension )

"Jess Koster, junge und erfolgreiche Staatsanwältin in Chicago, fühlt sich verfolgt. Wer ist der Mann, dessen Gesicht ihr aus jeder Menschenmenge entgegenstarrt? Und welche Verbindung gibt es zu dem Angeklagten, dem sie gerade eine brutale Vergewaltigung nachweisen will? Oder bildet sich Jess das alles nur ein? Keine Hirngespinste jedenfalls sind die beispiellosen Terrorakte, mit denen sie unter Druck gesetzt wird und die sie schier um den Verstand bringen. Ganz langsam wächst in ihr der Verdacht, Opfer eines teuflischen Plans zu sein."
"Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida." (Quelle: Amazon)
Ja wie bei Krimis und auch Thrillern üblich finde ich das Cover wieder mal nicht passend. Ein zerbrochener Spiegel ist für die Geschichte nicht relevant, könnte aber auch für etwas anderes stehen wie z.B. eine gebrochene Persönlichkeit. Prinzipiell spricht mich das Cover aber trotzdem an.
Schau dich nicht um ist angenehm geschrieben und die Personen sind wirklich gut beschrieben. Vor allem die Hauptprotagonistin, Jess, gefällt mir sehr. Ich hatte aber so meine Probleme mit dem Buch, ich konnte mich nur schwer dazu ringen es weiterzulesen, obwohl ich es nicht schlecht finde. Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, woran das lag. Der Spannungsbogen ist nämlich ganz gut gelungen und ich wollte auch mehr wissen, aber irgendwie war das Buch für mich anstrengend zu lesen. Trotzallem würde ich dieses Buch als Niveauvoll bezeichnen und auch Kenner dieses Genres werden ihre Freude daran haben. Ein wenig Liebe kommt im übrigen auch vor und sorgt für ein wenig Abwechslung. Abschließend ist zu sagen, dass es sich hierbei um einen sehr typischen Fielding Roman handelt, genauso wie man es kennt. Und auch wenn ich so meine Probleme mit diesem Werk hatte, ich würde es auf jedenfall weiterempfehlen.
Abschließend ist zu sagen, dass es sich hierbei um einen sehr typischen Fielding Roman handelt, genauso wie man es kennt. Und auch wenn ich so meine Probleme mit diesem Werk hatte, ich würde es auf jedenfall weiterempfehlen.

[Kurzrezi] Derek Haas: Killer

"Er nennt sich Columbus und ist ein Meister seines Fachs. Ein eiskalter Mörder, der selbst die schwierigsten Aufträge präzise und zuverlässig ausführt. Er lebt für seine Arbeit. Für die minutiöse Vorbereitung und den tödlichen Schlag. Doch dieses Mal ist alles anders. Der nächste Mann, den Columbus töten soll, ist sein Vater. Den er nie kennengelernt hat, der seine Mutter umbringen ließ und den er zutiefst hasst. Er übernimmt den Auftrag - und vom ersten Moment an läuft alles schief."
"Derek Haas, geboren 1970, ist ein Buch- und Drehbuchautor aus Los Angeles. Er war als Drehbuchautor und Coautor für verschiedenste Hollywoodverfilmungen tätig. Des weiteren unterstützt er verschiedene Autoren, indem er als Redakteur für die Seite popcornfiction.com arbeitet, welche Kurzgeschichten veröffentlicht. 2008 veröffentlichte er seinen ersten Roman, Killer und bereits ein Jahr später erschien Bluthund."
Ich finde das Cover gut, der Totenkopf symbolisiert den Tod, was zu einem Killer wohl hervorragend passt. Also ein Cover, was auch einen Bezug zum Inhalt hat.
Ich habe leider den zweiten Teil zuerst gelesen, weshalb mir für diesen Teil ein wenig die Spannung fehlte. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass ich unter anderen Umständen gespannter gewesen wäre. Derek Hass vergeudet in diesem Thriller keine Zeit mit vorgeplänkel - ziemlich schnell geht es zur Sache, so dass man dann auch weiß, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Der Inhalt ist rasant, aber nich zu rasant um mitzukommen. Die Figuren und Orte sind für mich ausreichend genug beschrieben und dargestellt, ich hatte nicht das Gefühl das mir etwas fehlt. Tatsächlich hat es Derek Haas sogar geschafft mich zu überraschen, da das Buch die ein oder andere unvorhergesehene Wendung mit sich bringt. "Killer" eignet sich irgendwie gut als Film - ein Auftragsmörder, viel Action und Kabumm. Mir wurde beim lesen aufjedenfall nicht langweilig und ich hatte es auch ziemlich schnell durch. Zugegeben - die Welt eines Killers ist kaltblütig und Columbus ist dementsprechend abgebrüht, aber irgendwie konnte ich ihn ja doch ins Herz schließen. Wobei das vermutlich eher am zweiten Teil liegt.. Hätt ichs mal in der richtigen Reihenfolge gelesen ;) Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, sofern man auch mal in die Rolle des "Mörders" wechseln möchte anstatt in die Rolle von Kommissaren oder Opfern. Ein harter Thriller ist es nicht, ich empfand es sogar als eher leichte Kost, obwohl ich so manches mal zu schmunzeln begangen habe. Die erzählte Art und Weise von Auftragskillern wirkt sehr authentisch und könnte durchaus genauso wirklich sein - und genau das macht das ganze erst richtig interessant.

Pierre Lemaitre - der kalte Hauch der Angst (Rezension)

"Sophie arbeitet als Kindermädchen bei einer reichen Familie in Paris. Eines Morgens findet sie den 6-jährigen Léo tot in seinem Bett. Erdrosselt mit einem ihrer Schnürsenkel. Jetzt ist sie auf der Flucht. Denn sie ist die Hauptverdächtige. Sie war alleine mit dem Kleinen. Und sie er innert sich an nichts. Seit Jahren hat sie Blackouts und das Gefühl, verrückt zu werden. Sophie ahnt nicht, dass sie Opfer eines teuflischen Plans ist."
"Pierre Lemaitre lebt in Paris und arbeitet als Drehbuchautor für Kino- und Fernsehfilme. Robe de marié ist sein zweiter Roman. Sein erstes Buch, ein Krimi, erschien bei einem kleineren Verlag und wurde nicht ins Deutsche übersetzt." (Quelle: Ullstein)
Sophie wird immer vergesslicher. Sie verliert Sachen, vergisst Termine oder auch ganze Stunden. Obwohl sie langsam daran zu Grunde geht, traut sie sich nicht ihrem Mann davon zu berichten. Dieser stirbt daraufhin bei einem Unfall und Sophie zieht um, nimmt eine Stelle als Kindermädchen an und hofft, dass ihre Vergesslichkeit sich bessert. Eines Morgens findet sie Leo, den kleinen jungen, tot in seinem Zimmer vor: stranguliert mit Sophies Schnursenkeln. Sophie weiß nicht was sie getan hat oder ob sie überhaupt etwas getan hat und flieht. Auf ihrer langen Reise durch verschiedenste Städte klärt Sophie nach und nach den Grund für ihre Vergesslichkeit und des Todes von Leo auf.
Sophies Zustand ist labil und ich hatte wirklich Mitleid mit ihr. Weil man es eben nicht anders kennt war ich beinahe von ihrer Unschuld überzeugt und konnte Sophie somit auch in mein Herz schließen. Ihr Leben geht den Bach hinunter, sie erkennt sich selber nicht wieder. Da bekommt man einfach Mitleid. Ich habe viel über dieses Buch gegrübelt und kam einfach nicht hinter das Geheimnis, obwohl ich schon so einige Krimis und Thriller gelesen habe. Hin und hergessen davon, ob sie nun schuldig und verrückt oder nur ein Opfer ist. Doch wenn sie verrückt wäre, warum sind ihre Ängste und Gefühle völlig normal und nachvollziehbar? Der Schreibstil ist klar und präzise, aber nicht perfekt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, ohne das zuviel erzählt wird. Fand ich ganz angenehm.
Ich fand das Buch nicht schlecht. Aber eben auch keinen Überflieger. In ein paar Jahren würde ich es aber bestimmt nochmals lesen, also ist es schon empfehlenswert. Es ist geeignet für alle jene, die nicht auf Bluttaten stehen, denn die kommen einfach schlicht und ergreifend kaum vor.

Jenny Nimmo: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder (Rezension)



"Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis plötzlich eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Und das ist erst der Anfang eines haarsträubenden Abenteuers, in dem düstere Tanten, ein geheimnisvoller Kasten und ein fliegendes Mädchen eine wichtige Rolle spielen."
Das Cover finde ich okay, es passt bis zu einem gewissen Grade zum Thema haut mich aber nicht von den Socken.
Charlie Bone, 10 Jahre alt, lebt zusammen mit seiner Mutter, seinen Großmüttern und seinem Onkel Paton in einem Haus. Seine Großmutter ist überhaupt nicht erfreut über Charlie, welcher bis dato keine besonderen Fähigkeiten aufweisen kann, so wie es in dieser Familie normalerweise üblich ist. Als er sich eines Tages eine Fotografie anschaut, welche als Geschenk für seinen besten Freund Benjamin gedacht war, merkt er dass es sich um das falsche Bild handelt und diese bereits beim Vergrößern vertauscht worden sein müssen. Plötzlich hört er ein Baby schreien und Menschen reden und bemerkt, dass diese Stimmen von dem Foto handeln. Darüber ist seine Großmutter natürlich höchsterfreut und schickt ihn schnurstracks auf die Bloor Akademie. Die Bloor Akademie ist ein Internet mit ausschließlich begabten Schülern und nimmt auch die Schüler auf, die eine Gabe die Charlie besitzen. Charlie erfährt, dass das Baby auf dem Foto entführt worden ist und er versucht, hinter das Geheimnis dessen zu kommen.
Dieses Buch hat mich irgendwie an Harry Potter erinnert und ist doch wieder ganz verschieden. Es geht um Begabungen, Freundschaft und große Geheimnisse. Der Schreibstil Jenny Nimmos ist für Kinder gut geeignet und auch für Erwachsene angenehm zu lesen. Die Figuren sind ausreichend detailliert, obwohl mir manchmal noch ein kleines bisschen gefehlt hat. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass es insgesamt 8 Bände gibt und einiges erst in den nächsten Bänden aufgeklärt werden wird. Für mich war dieses Buch durchweg ein kleines Vergnügen - ich habe es vor dem schlafen gehen gelesen und empfand es als eher leichte Kost die mich nicht am schlafen hindert. Spannung ist durchaus geboten, aber ich denke dass es für Kinder noch wesentlich spannender wäre. Glücklicherweise ergeben sich immer mal unvorhergesehene Wendungen die bei mir dann doch für Spannung gesorgt haben. Um nochmal zu dem Harry Potter Vergleich zu kommen... Es ist nicht Harry Potter und es hat damit nichts zutun. Charlie Bone weist nicht die inorme Komplexität der J.K. Rowling Romanen auf und ist viel einfacher geschrieben. Ich kann es daher wirklich nur an Erwachsene empfehlen, wenn diese auch mal leichteren Tobak mögen. Für Kinder kann ich es aber uneingeschränkt empfehlen, das Buch ist ziemlich gewaltfrei was bei den Harry Potter Büchern ja teilweise anders aussieht. Ich kann guten Gewissens 4 Leseeulen vergeben, da mir dann doch das letzte bisschen etwas gefehlt hat.

Ally Condie - Die Auswahl - Cassia & Ky 1 (Rezension)

Verlagstext: "Das System sagt, wen du lieben sollst – aber was sagt dein Herz?


Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?"
Ally Condie lebt mit ihrem Mann und vier Söhnen in Salt Lake City, USA. Sie ist 32 Jahre und alt und arbeitete einige Zeit als Lehrerin für Englisch an einer High School, bevor sie mit dem Schreiben began.
In der Zukunft wird alles von der sogenannten Gesellschaft geplant : was man isst, trinkt, wann und wo macht und auch wen man liebt. Die 17 Jährige Cassia lebt in genau dieser Welt, hier gibt es keine Zufälle. Alles ist vorbestimmt. Sogar wen Cassia zu lieben hat - bei ihrem Paarungsbankett erfährt sie, dass Xander ihr vorbestimmter Partner ist. Cassia ist darüber überglücklich, denn immerhin ist Xander ihr bester Freund und sowieso ist es äußerst selten mit jemanden aus derselben Stadt gepaart zu werden. Sie erhält von der Gesellschaft einen Mikrochip mit Xanders Daten und als sie sich diese ansehen möchte, erscheint zwar zuerst ein Bild von Xander doch dann erscheint ein anderer Junge auf ihrem Bildschirm. Kaum das Cassia registrieren konnte was passiert ist, ist das Bild wieder verschwunden - aber trotzdem konnte sie diese Person erkennen. Dabei handelt es sich um einen anderen Jungen aus ihrer Straße - Ky. Doch obwohl die Gesellschaft ihr versichert, dass es sich um ein Versehen handelt und sie auf keinen Fall mit Ky gepaart werden kann, geht ihr Ky einfach nicht aus den Kopf. Cassia fängt an sich zu fragen, wer wirklich ihr perfekter Partner ist und ob die Gesellschaft wirklich so perfekt und richtig für die Menschheit ist.
Condies Schreibweise ist wirklich super gut zu lesen und in der Ich-Perspektive. Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und wurde wahrhaftig in den Bann gezogen. Glücklicherweise habe ich mich zuvor nicht mit Rezensionen zu diesem Titel befasst, so dass ich völlig unbeeinflusst an die Sache gehen konnte. Bereits nach kurzer Zeit habe ich Cassia ins Herz geschlossen und konnte mich größtenteils mit ihr Identifizieren. In einer Welt, wo nichts aber auch rein garnichts dem Zufall überlassen wird und niemals Fehler geschehen, kommen tatsächlich Fragen auf, wenn dann doch Fehler passieren. Zuvor hat Cassia ja schließlich niemals an der Gesellschaft gezweifelt, doch man weiß ja nicht, ob das ganze System fehlerhaft ist und dieses nur vertuscht wird.

Die Protagonisten werden ausreichend gut beschrieben, mir persönlich reichen die Informationen völlig aus und vor allem bei Ky ist es gut, dass ein wenig Mystik um ihn erhalten bleibt. Denn immerhin gibt es noch 2 weitere Teile in denen man ihn besser kennenlernen wird. Ich stehe ja eigentlich überhaupt nicht auf Liebesgeschichten - ein bisschen Liebe ist okay aber dann ist auch gut. Doch obwohl es in diesem Buch sehr viel um Liebe und Gefühlschaos geht komme ich sehr gut damit klar. Die Handlungen zwischen Ky und Cassia, welche oftmals auf Wörtern oder Gesten beruhen, sind wirklich süß geschrieben.

Die ganze Story ist zwar eine Dystopie aber für dieses Genre außergewöhnlich friedlich und gewaltfrei, actionreiche Szenen oder Brutalität konnte ich nicht entdecken, und wenn doch, war sie so marginal dass man es vernachlässigen kann. Wunderlicherweise hat es Allen Condie geschafft, das Buch trotz dessen nicht langweilig erscheinen zu lassen.  Die beschriebene Gesellschaftsform ist äußerst interessant und regt mich sehr zum nachdenken an, denn ich kann mir gut vorstellen dass das in echt passieren könnte. Einen einzigen negativen Punkt habe ich an dieser Stelle doch - ich habe mir oft gewünscht, dass etwas mehr auf die Gesellschaft und ihre Machenschaften eingegangen wird, mir sind einige offene Fragen geblieben wo ich aber hoffe, dass diese mit den nächsten 2 Teilen beseitigt werden.
Das Cover ist weiß und geht ins bläuliche. Abgebildet ist ein Mädchen, welches in einer Blase sitzt und dagegendrückt. Anfangs fand ich ich das Cover nicht so ansprechend, aber im Hinblick auf den Inhalt kann ich mir kein passenderes vorstellen.
"Die Auswahl" ist eine gelungene Dystopie die eigentlich eher im Jugendbereich angesiedelt ist und trotzdessen auch vielen Erwachsenen gefallen wird. Für Männer ist die Geschichte nichts, denke ich, aber mir hat sie sehr sehr gut gefallen und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil, den ich gott sei dank schon hier liegen habe. Kurzum: Uneingeschränkte Empfehlung und volle 5 Leseeulen :)

Kerstin Gier - Rubinrot (Rezension)

"Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!"
1995 begann die zu dieser Zeit nicht wirklich ausgelastete Diplom-Pädagogin mit dem Schreiben. Seither hat Kerstin Gier zahlreiche Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Gleich die erste Veröffentlichung, "Männer und andere Katastrophen", wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 wurde Kerstin Giers Buch "Ein unmoralisches Sonderangebot" mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres ausgezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die humorvolle Reihe rund um die "Mütter-Mafia". Unterbeschäftigung wie in der Zeit vor der Schriftstellerei hat die Autorin vermutlich länger nicht mehr erlebt. (Quelle: Amazon)
Buch und Schutzumschlag sind in Rosa gehalten. Auf dem Cover sieht man einen Mann und eine Frau in Kleidung vergangener Jahre, umgeben von Sträuchern und Monstern. Die Frau zeigt mit wütender Miene auf den Mann, welcher die Hände hebt und garnicht mal so unzufrieden ausschaut.


Mich spricht das Cover - wenn auch nicht die Farbe an. Das Buch fasst sich edel an und sieht auch dementsprechend edel aus, es macht sich einfach wunderbar im Bücherregal. Ich finde auch, dass das Cover den Inhalt ganz gut wiederspiegelt.
Schon längere Zeit habe ich mit der Edelsteintrilogie geliebäugelt und mich schlussendlich doch nie getraut, mich dessen anzunehmen. Aufgrund des Covers und des Slogans " Liebe geht durch alle Zeiten" hatte ich vermutet, dass es sich bei diesem Buch um einen unglaublich schnulzigen Liebesroman handelt. Letzten Monat habe ich mir die Reihe dann aber doch probeweiser von meiner Schwester ausgeliehen und was ich nun davon halte, erfahrt ihr hier ;)

Gwendolyn Shepherd ist im Grunde ein ganz normales sechzehnjähriges Mädchen. Zumindest denken das alle, bis sich eines Tages herausstellt, dass nicht ihre Cousine Charlotte das Zeitreise-Gen geerbt hat sondern sie selbst. Völlig unerwartet wird ihr eines Nachmittags schwindelig und sie findet sich dann am selben Ort wieder - jedoch zu einer anderen Zeit. Dieses Ereignis verändert für sie die ganze Welt. Erst nach dem 3 unkontrolliertem Zeitsprung berichtet sie ihrer Mutter von diesen, welche sie direkt zu einer Geheimorganisation bringt. Diese Geheimorganisation, Die Wächter, kennen und erforschen das Geheimnis um diese Zeitreisen schon seit Jahrhunderten und können die unkontrollierten Zeitsprunge mithilfe des "Chronografen" kontrollieren. Auf diesem sind 12 Edelsteine angebracht, jeder von denen für einen Zeitreisenden, wobei der Rubin der letzte in der Reihe ist und ebenso für Gwendolyn steht. Aus diesem Grunde wird sie von den Wächtern auch mal ganz gerne "der Rubin" gennant. Der Rubin ist der letzte in der Reihe und die Prophezeihungen besagen, dass dieser eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat. Zusammen mit dem Zeitreisenden Gideon de Villiers, der einzige weitere Zeitreisende dieser Zeit, soll sie sich dieser Aufgabe widmen. Die Wächter geben vor, nur das beste zu wollen, doch stimmt dieses wirklich? 

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten hat mir unerwartet gut gefallen und ist nun sogar eines meiner Lieblingsbücher geworden. Dieser Band ist ein wundervoller Auftakt zu der Trilogie bestehend aus Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün. Kerstin Gier hat eine sehr gelassene und angenehme Schreibweise, ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in irgendeiner Passage ins Stocken geraten bin. Man merkt jedoch, dass dieses Buch für Jugendliche geschrieben wurde, auch wenn es für Erwachsene mit Sicherheit auch geeignet ist. Dieses liegt daran, dass viele Jugendliche Probleme aufgegriffen werden, von Familienstreitigkeiten bis hin zu der besten Jugendfreundin, der Schule und die nervigen Hausaufgaben. Das Thema Zeitreisen, und natürlich die Beziehungen der Protagonisten untereinander, nehmen aber definitiv den Großteil ein, was ich als sehr Angenehm empfinde. Meine Befürchtungen, dass das ganze Buch nur um Liebe handelt ist widerlegt. Die Zeitreisen werden schön und plastisch genug beschrieben und meistern den Balanceakt zwischen zuvielen Informationen und dem Gefühl das etwas fehlt, genau richtig also. Die wichtigsten Personen sind sehr gut beschrieben, man kann sich in diese hineinversetzen. Vor allem mit Gwendolyn konnte ich mich gut identifizieren, da ich denke, dass ich dieselben Gedanken und Gefühle wie sie haben würde. Der einzige negative Punkt ist für mich das Ende - es endet ziemlich abrupt, man hat das Gefühl das noch einiges fehlt und somit kann dieser Teil auch nicht für sich alleine stehen. Das sollte man sich im Vorfeld bewusst machen, diese Bücher sind ansteckend, also lieber alle auf einmal kaufen ;) Genauso schade finde ich, dass im ersten Teil die Beziehung zu Gideon noch nicht so richtig in Fahrt kommt, so dass man sich schon fragt wo der Slogan denn nun wegkommt. Trotzdem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Daher volle 5 Leseeulen! :)


Solltest du dieses Buch lieben und hättest gerne einen Film dazu, kannst du dich nun freuen: Die deutsche Verfilmung von Rubinrot gibt es seit kurzem zu kaufen.

[Kurzrezi] Julia Field - Der Kuss des Skorpions


"Die 14-jährige Anna verbringt ihre Ferien in Griechenland, wo sie in die Fänge einer Schwarzmagierin gerät. Es geht um Drogenschmuggel, um Mord und Menschenhandel - um Freundschaft und die erste Liebe. Anna sieht sich aber nicht nur mit realen Ereignissen konfrontiert: Durch neu erworbene übersinnliche Fähigkeiten öffnet sich ihr eine faszinierende Welt, die sie zuerst kaum begreifen kann..."
Diese Broschur ist etwas größer als normale Taschenbücher und ist eher im Hardcoverformat, find ich ziemlich nett. Das Cover ist sehr feminin gehalten, welches ja auch der Zielgruppe entspricht und das gewählte Motiv empfinde ich als passend.
Ich konnte über 'Der Kuss des Skorpions' und auch über die Schriftstellerin Julia Field nur sehr wenig in Erfahrung bringen, weshalb ich nicht weiß, ob es sich um einen Debütroman handelt. Ich gehe aber ehrlich gesagt ganz stark davon aus. Die Ideen, die in diesem Werk stecken sind wirklich klasse, aber ich finde sie nicht genügend ausgebaut. Aber inhaltlich nicht schlecht! Irgendwie wirkt alles - trotz der über 400 Seiten - gequetscht auf mich und der Inhalt hätte sich bestimmt als Trilogie besser gemacht. Die Personen sind ausreichend detailliert aber ich hätte mir etwas mehr gewünscht. Mit Anna konnte ich mich irgendwie nicht identifizieren, man weiß einfach zu wenig über die Personen. Der Schreibstil ist angenehm und jugendlich gehalten. Ich empfand, dass der Wortschatz ein wenig klein geraten ist aber es lies sich trotzdem gut und flüssig lesen.
Ich würde sagen, gutes mittelmaß. Ich würde es nicht nochmal lesen aber bereue auch nicht, dass ich es gelesen habe. Ich hatte aber einfach das Gefühl, dass "Der Kuss des Skorpions" jüngeren Lesern mehr Freude als mir bereitet hätte. Für Erwachsene also vielleicht ein wenig zu einfach geschrieben aber Mädchen wird es gefallen, denke ich.